Business Network

Wie das IoT eine hypervernetzte Supply Chain ermöglicht

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT), also die Vernetzung von „Dingen“ und Maschinen, ist eines der ganz großen Themen der Digitalisierung. Je „smarter“ Uhren, Heizungen und andere alltägliche Gebrauchsgüter werden und je besser die Machine2Machine-Kommunikation in der Industrie funktioniert, umso höher das wirtschaftliches Potenzial des IoT. Die Unternehmensberatung McKinsey zum Beispiel kam in einer 2015 durchgeführten Studie zu dem Schluss, das IoT könne bis 2025 weltweit bis zu elf Billionen Dollar Mehrwert schaffen. Doch dieser Mehrwert wird mit einem disruptiven Wandel der klassischen Geschäftsmodelle erkauft. Daten und Dienstleistungen werden zum Mittelpunkt der Wertschöpfungskette und drängen klassische, rein produzierende Industriebetriebe aus dem Markt. Eine Situation, der die Unternehmen der DACH-Region derzeit noch nicht gewachsen sind. Das IoT steht durchaus auf der Agenda, doch die Umsetzung erfolgt eher zögerlich. Sicherheitsbedenken und eine aus Sicht der Unternehmen (noch) geringe Relevanz führen dazu, dass nur 15 Prozent der Betriebe bereits IoT-Projekte gestartet haben. Dabei könnten beispielsweise schon heute bis zu 70 Prozent der Betriebsausfälle mit vorausschauender Wartung verhindert werden. Ich habe mich in den letzten drei Jahren intensiv mit dem Thema Internet of Things beschäftigt. Ein sehr spannender Prozess, nicht zuletzt, weil sich das Internet of Things permanent weiterentwickelt und quasi täglich neue Unternehmen aus dem Boden schießen. Man könnte nun einwenden, das IoT würde schon länger existieren und für einige der Internet of Things-Technologien ist das mit Sicherheit auch richtig. Aber betrachten wir doch das Hier und Heute. Cisco brachte 2013 mit einer der ersten Konferenzen für Internet of Things, dem IoT World Forum, den Stein ins Rollen. Genau diese Konferenz weckte auch mein Interesse für das Thema. 2014 bot dann GE (heute GE Digital) die ersten IoT-Lösungen an, hauptsächlich im Bereich Analytics. Zu diesem Zeitpunkt startete mein früherer Arbeitgeber PTC sein Übernahmeprogramm, um sich als Marktführer im Bereich IoT zu positionieren. Heute befinden wir uns augenscheinlich in einer Phase der IoT-Kooperationen. SAP beispielsweise kooperiert mit Vodafone um die bestmögliche Konnektivität zu erreichen. Vor kurzem entstand für Industrielösungen eine Partnerschaft mit Bosch. Zusätzlich verkündete SAP, sie würden in den nächsten Jahren zwei Milliarden Dollar in den Bereich IoT investieren. Die vielen möglichen Anwendungen in den Bereichen Wohnen, Arbeiten und Freizeitaktivitäten machen das IoT so interessant. Um diese doch sehr unterschiedlichen Marktsegmente zu besetzen, entstehen ständig neue Start-Ups. Die derzeitige enorme Investitions- und Kooperationsaktivität rund um das IoT ist faszinierend. Aus irgendeinem Grund scheinen Standards für das IoT jedoch problematisch zu sein. In den meisten Regionen der Welt hat man sich noch nicht einmal auf eine einheitliche Definition von „IoT“ geeinigt, geschweige denn auf Standards für Datenaustausch und Kommunikation. In Nordamerika ist der Markt hauptsächlich vom Industrial Internet getrieben. Motor dieser Entwicklung ist GE Digital unterstützt von zahlreichen Hightech-Unternehmen aus dem Silicon Valley. Das europäische Pendant dazu heißt Industrie 4.0. Große Industriekonzerne wie Bosch oder Schneider Electric arbeiten hier mit eigenen Software-Abteilungen an Lösungen für diesen Bereich. Und dann gibt es noch die japanische Value Chain Initiative und das Internet Plus in China. Welche dieser Definitionen sich schlussendlich durchsetzen wird, lässt sich heute noch nicht sagen. Das IoT wird jedoch alle Prozesse der Supply Chain nachhaltig verändern. Die immer stärker vernetzten Geräte entlang der End-to-End-Lieferkette ermöglichen führenden Supply-Chain- und Logistikdienstleistern eine noch nie dagewesene Transparenz auf der Makroebene. Von Pervasive Visibility (vollkommene Transparenz) über Proactive Replenishment (proaktive Lageraufstockung) zu Predictive Maintenance (vorausschauende Wartung) – mit dem IoT werden die digitalen Supply-Chain-Prozesse von morgen vollkommen neu definiert. Doch was genau ist nun eine IoT-Plattform, und wie unterstützt sie die Lieferkette der Zukunft? Dieser Frage widmet sich das von OpenText gesponserte Webinar „IoT – die nächste große Chance für Ihre Supply Chain?“ (Englisch). Durchgeführt wurde das jetzt On Demand verfügbare Webinar von der Online-Plattform SupplyChainBrain.com (Englisch), die Nachrichten und Informationen rund um des IoT veröffentlicht. Referent ist Benoit Lheureux, Vice President Research und leitender Analyst bei Gartner. Eines seiner Spezialgebiete sind das IoT und damit verwandte Themen. Lheureux berichtet über wichtige Trends, die Gartner in den heutigen Märkten identifizieren konnte. Darüber hinaus gibt er Einblick in aktuelle Forschungsergebnisse zu den fünf Grundbausteinen einer IoT-Plattform. Ich freue mich sehr, dass ich dieses Webinar als Co-Moderator von Benoit Lheureux begleiten durfte. Vor allem, weil ich dieses Vergnügen bereits bei der Enterprise World Konferenz im Juli hatte. Eine der Grundvoraussetzungen für den Aufbau einer IoT-Plattform ist die Fähigkeit „Dinge“ nahtlos mit den Software-Systemen eines Unternehmens und seinen externen Geschäftspartnern zu integrieren. In Kombination mit einem weltweiten Netzwerk wie dem OpenText Business Network bietet die Pervasive Visibility (Englisch) die entsprechende Basis für eine IoT-Plattform. Die Inhalte des einstündigen, englischsprachigen On-Demand-Webinars im Überblick: Wichtige aktuelle IoT-Trends Vorstellung des Konzepts einer IoT-Plattform Anwendungsmöglichkeiten des IoT in der Supply Chain Wie sich OpenText Enterprise Information Management (EIM) Lösungen an den fünf Grundbausteine einer IoT-Plattform orientieren Zum Verständnis der Bedeutung vollkommener Transparenz im IoT-Kontext Falls Sie gerade mit dem Gedanken an eine IoT-Implementierung in Ihrer Supply Chain spielen, sollten Sie sich dieses On-Demand-Webinar nicht entgehen lassen. Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt.

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Denken Sie grenzübergreifend: die vollständig automatisierte Supply Chain

Supply Chain Strategy

Industrie 4.0 steht in Deutschland überall ganz oben auf der Tagesordnung. Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen und eine gute Supply Chain Strategy innerhalb des Unternehmens sind zur Selbstverständlichkeit geworden. Doch das allein reicht nicht, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig und erfolgreich zu bleiben. Erst eine Vernetzung über Unternehmensgrenzen hinaus und die Digitalisierung der Supply Chain verschaffen den Unternehmen entscheidende Wettbewerbsvorteile. Die Automobilbranche gilt Vorreiter in Sachen Interkonnektivität und digitale Ökosysteme. Dort wird bereits gelebt, was künftig auf andere Branchen zukommt: eine komplett automatisierte und digital vernetzte Lieferkette. Warum die Digitalisierung der Supply Chain den Blick nach draußen erfordert Wenn Sie mit der Automatisierung der Supply Chain Ihres Unternehmens betraut sind, kennen Sie den damit verbundenen internen Arbeitsaufwand. Viele Organisationen vergessen jedoch, dass für eine vollständige Automatisierung auch externe Faktoren eine Rolle spielen. Dass die Einbeziehung dieser Faktoren sinnvoll und notwendig ist, zeigen die jüngsten Meldungen über verkürzte Lieferfenster und gestiegene Compliance-Anforderungen bei Einzelhändlern. Gleiches gilt für die Automobilbranche. Aufgrund der üblichen Just-in-Time-Produktion müssen Lieferanten den Automobil-Erstausrüstern Vertragsstrafen zahlen, wenn verpasste Liefertermine zum Stillstand einer Fertigungsstraße führen – in schwindelnder Höhe von mehreren Tausend Euro PRO MINUTE Leerlauf. Ob Sie nun Lieferant oder Kunde sind: für eine vollständig automatisierte Supply Chain wird es zunehmend wichtiger, auch das Umfeld einer Organisation miteinzubeziehen. Was ist für eine gute Supply Chain Strategy zu beachten? Die Supply-Chain-Expertin Lora Cecere schreibt in ihrem Blog (Englisch): „Die Automatisierung steigert die Effizienz eines Unternehmens, nicht die Effektivität einer Wertschöpfungskette. Die meisten Firmen denken nicht über ihre Firewall hinaus. Ich glaube, wir müssen unsere Auffassung von Supply Chain überdenken. Mit konventionellen Ansätzen gelingt uns das nicht. Aber durch den Einsatz neuer Technologien und indem wir eine Outside-In-Perspektive einnehmen.“ Eine Outside-In-Perspektive und ein effektives Netzwerk sind das Ergebnis eines automatischen Austauschs von Transaktionsdaten zwischen den Geschäftspartnern. Laut aktuellen Studien von IDC meinen zwar 70 Prozent der Befragten, der geschäftliche Erfolg erfordere weitreichende B2B-Netzwerke, die die Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten ermöglichen. Aber weniger als 50 Prozent tauschen den größten Teil ihrer Informationen mit der Mehrzahl ihrer Geschäftspartner auf elektronischem Weg. Mit der Einbindung von Lieferanten- oder Kunden-Prozessen in eine automatisierte Supply Chain können Organisationen einen entscheidenden Teil ihrer Lieferkette automatisieren. Das schafft unter anderem folgende Vorteile: weniger manuelle Dateneingaben – weniger Eingabefehler; geringere Transaktionskosten; weniger Fehler und schnellere Abwicklung im Wareneingang. In unserem On-Demand Webinar (Englisch) erfahren Sie mehr darüber, wie ein umfeldorientiertes Denken zur vollständigen Automatisierung der Supply Chain beiträgt und wie Sie durch Automatisierung die Wertschöpfung Ihrer Supply Chain erhöhen und Ihre Unternehmensergebnisse verbessern. Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt.

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SIBOS 2016: FinTech – die Zukunft des Bankwesens hat begonnen

Digitalisierung der Finanzdienstleister

Digitalisierung der Finanzdienstleister: Banken und andere Finanzdienstleister stehen heute vor einer doppelten Herausforderung. Zum einen haben Finanzkrise und Banken-Skandale das Vertrauen der Konsumenten in die Banken nachhaltig erschüttert. Kundenbindung wird zunehmend schwieriger, die traditionellen Pluspunkte wie ein großes Filialnetz zählen nicht mehr. Stattdessen stehen die digitale Interaktion und digitale Inhalte im Vordergrund. So gaben in der Studie „Bankberatung der Zukunft“ von Sopra Steria Consulting 91 Prozent der Befragten an, Werbe-Informationen sollten auf die individuelle Lebenssituation und die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten sein. Die Digitalisierung der Finanzdienstleister 47 Prozent würden dafür auch Daten wie etwa Kontoumsätze zur Verfügung stellen. Doch die Kommunikation der Banken läuft oft an den Kundenbedürfnissen vorbei. Mit der Folge, dass Kunden dorthin abwandern, wo ihr Wunsch nach Inhalten mit persönlichem Mehrwert erfüllt wird. Zweitens steht den Banken durch die Digitalisierung ein tiefgreifender struktureller Wandel bevor. Beispielsweise prognostizierte PWC in einer Studie (Englisch), 2020 würde FinTech die Geschäftsmodelle der Finanzdienstleister bestimmen, Blockchain für eine Revolution sorgen und mangelnde Cyber-Security sei der größte Risikofaktor. Den deutschen Banken ist die Bedeutung dieser Entwicklungen durchaus bewusst, dennoch sind viele nur unzureichend auf die Digitalisierung der Finanzdienstleister vorbereitet. Besonders dem Bereich FinTech (Finanztechnologien) steht der Großteil noch abwartend gegenüber. SIBOS: Showcase der Zukunft Ende September 2016 war OpenText auf der von SWIFT alljährlich veranstalteten SIBOS vertreten. Die Messe gilt als einer der wichtigsten Ausstellungsplätze für innovative Finanztechnologien. Hier werden zudem die neuesten Nachrichten und Analysen zum Thema Banking und elektronischen Zahlungsverkehr präsentiert. Dieses Jahr verzeichnete die SIBOS mehr als 8.500 Besucher, und auch die Banken aus Europa, Asien, dem Nahen Osten, Afrika und China waren so stark vertreten wie lange nicht. 2016 fand die Messe in Genf statt. Besonders beeindruckend war der Kontrast zwischen der zeitlosen Schönheit der alpinen Landschaft und den auf der Konferenz diskutierten dynamischen, ja sogar futuristischen, Anforderungen der Finanzwelt des 21. Jahrhunderts. Mit der Neuausrichtung von SWIFT hat sich auch die SIBOS weiterbewegt. Die Messe gibt mit ihrem Innotribe-Programm Einblick in FinTech und beschäftigt sich darüber hinaus mit der ständigen Weiterentwicklung von elektronischen Kommunikationsstandards für verschiedenste Anwendungen. Dieses Jahr lag der Schwerpunkt auf Cyber-Security zum Schutz der elektronischen Transaktionsplattform von SWIFT. Ein logischer Schritt, nachdem Hacker im Februar 2016 eine Schwachstelle von SWIFT genutzt hatten, um 81 Millionen Dollar (Englisch) vom Konto der Zentralbank von Bangladesch bei der US-Zentralbank zu stehlen. Heiß spekuliert wurde über neue FinTech-Entwicklungen im Bereich Online-Sicherheit und Künstliche Intelligenz (zum Beispiel Algorithmen, die einfache Investment Portfolios ebenso gut verwalten können, wie die meisten menschlichen Berater). Blockchain: vom Cyberpunk zum Wettbewerbsvorteil Die meist diskutierte neue Technologie auf der SIBOS war jedoch mit Abstand Blockchain (Englisch). Die Konferenzteilnehmer fragten sich und ihre Kollegen: Wie funktioniert das? Was bedeutet das für uns? Wie beeinflusst das den Zahlungsverkehr? Wer arbeitet bereits damit? Und: Welche realen Sicherheitslücken gibt es? Bei „Blockchain“ handelt es sich um eine Art dezentralisierter Online-Datenbank für die permanente, fälschungssichere Aufzeichnung von Finanztransaktionen. Ursprünglich für Geschäfte in der virtuellen Währung Bitcoin entwickelt, wird Blockchain auch für Geschäfte in „echten“ Währungen immer interessanter. Blockchain ermöglicht es allen Beteiligten Transaktionen sicher nachzuverfolgen. Eine Verifikation durch Dritte wird damit überflüssig. Auch SWIFT hat Interesse an der Blockchain-Technologie. Obwohl – oder gerade weil – diese eine starke Konkurrenz zum eigenen sicheren, aber langsamen Bezahlsystem (eine komplexe Transaktion kann Tage oder sogar Wochen dauern) darstellt. Durch die Nutzung von Blockchain kann diese Zeit auf beinahe Null (Englisch) gesenkt werden. Das zumindest prognostizieren jene FinTech-Unternehmen, die Blockchain bereits einsetzen. Nach wie vor sind handfeste Lösungen gefragt Neben all den aufregenden Neuigkeiten wurde das Tagesgeschäft der Branche auf der SIBOS 2016 keineswegs vernachlässigt. Das fanden wir besonders interessant, denn unter dem Strich muss geliefert werden. Die Banken sehen sich noch immer mit denselben Problemen konfrontiert: „Wie können wir den Zahlungsverkehr schneller und billiger abwickeln? Wie profitieren wir am meisten von den dadurch entstehenden Kundenbeziehungen?“ Beispielsweise stellt der Onboarding-Prozess für Kunden für viele Banken noch immer eine Herausforderung dar. In diesem Bereich bietet OpenText handfesten Mehrwert. In vielen Informationsgesprächen konnten wir aufzeigen, wie wir Banken dabei unterstützen, ihre gesamte Compliance zu verbessern, schneller Umsatz zu machen und mehr Kundenzufriedenheit zu erreichen. In etlichen unserer Gespräche ging es um die Nutzbarmachung der Fülle von Daten, über die Banken verfügen – zum Vorteil der Bank und der Kunden. Die Finanzbranche mag mit den neuen, durch den FinTech-Boom entstehenden, Technologien experimentieren – doch in der Praxis besteht der nächste Schritt in der Kapitalisierung bereits vorhandener Netzwerke und Kundenbeziehungen. Die Rolle von OpenText in der neuen FinTech-Welt Natürlich sind wir überzeugt davon, dass OpenText eine Rolle zu spielen hat. Nur so viel: Mit den OpenText™ Analytics Lösungen (Englisch) sind Finanzunternehmen in der Lage, ihre Daten besser zu nutzen und Informationen aus zahlreichen separaten Datensilos „zu befreien“ und sich so auf die Digitalisierung der Finanzdienstleister vorzubereiten. Unsere Analytics-Lösungen vereinen diese verschiedenen Datenströme zu einem einzigen, exakten Bild über Investitionserfolge, Kundenzufriedenheit, Nutzererlebnis oder die Reaktion auf verschiedene Marketingmaßnahmen. Unsere Botschaft stieß auf der SIBOS jedenfalls auf reges Interesse, und wir konnten viele spannende Gespräche mit bestehenden und potenziellen Kunden führen. Deshalb freuen wir uns schon auf die nächste Runde. 2017 findet die SIBOS in der kanadischen Finanzhauptstadt Toronto statt, unweit unserer Firmenzentrale in Waterloo. Wer weiß, wohin sich FinTech bis dahin entwickelt? Dieser Blogpost wurde aus dem Englischen übersetzt.

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Industrie 4.0: Wie sich der digitale Umbruch auf die Supply Chains auswirkt

Industrie 4.0

Die Digitalisierung der Supply Chains sorgt für tiefgreifende Veränderungen in allen Geschäftsprozessen. Vorangetrieben wird die Entwicklung durch höhere Kundenanforderungen bezüglich Individualisierung, Servicequalität und Reaktionsgeschwindigkeit. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, sind transparentere, digitale Supply Chains erforderlich, die nahtlos ineinander greifen. Deutschen Unternehmen ist das laut den Ergebnissen einer aktuellen Studie der Bundesvereinigung Logistik (BLV) durchaus bewusst. Zwar wies ein Drittel der befragten Unternehmen auf hohe bis sehr hohe Risiken bei der digitalen Transformation hin, doch drei Viertel der Befragten erkennen in der Digitalisierung hohe bis sehr hohe Chancen für ihren Betrieb. Wie Unternehmen die digitale Transformation zu ihrem Vorteil nutzen können, zeigen digitale Vorreiter weltweit, vom 3D-Druck über Drohnen bis zum Internet der Dinge. Industrie 4.0: Die vierte industrielle Revolution Viele Unternehmen begreifen die „vierte industrielle Revolution“ mittlerweile als positive Entwicklung, die es anzupacken gilt. Der Oberbegriff Industrie 4.0 steht für die Vernetzung der industriellen Produktion mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik. Betriebe wandeln sich durch „hypervernetzte“ Produktions- und Umgebungen der Supply Chains in digitale Unternehmen. Die neuesten disruptiven Technologien lassen sich grob in drei Kategorien einteilen: Erstens: neue Netzwerke wie beispielsweise 5G-Mobilfunknetze, mit dem Internet der Dinge verknüpfte Plattformen und weitere Cloud-basierende Netzwerkinfrastrukturen. Zweitens: neue Endgerätetypen, die mit diesen Netzwerken verbunden werden, wie 3D-Drucker, hochentwickelte Roboter, Drohnen und natürlich IoT-Devices. Drittens: neue Arten von Daten, die aus den vernetzten Endgeräten gewonnen werden. Durch das Archivieren und Analysieren dieser Daten lassen sich detailliertere Erkenntnisse über die Abläufe entlang der gesamten Lieferkette ermitteln. Der Einfluss der digitalen Transformation auf die Lieferkette Um noch genauer zu verstehen, wie sich die neuen Vorhaben zur digitalen Transformation auf die Supply Chains auswirken, beauftragte OpenText die Analysten von IDC mit einer neuen Studie, die auf lebhaftes Interesse stieß. Wir konnten etliche branchen- und länderübergreifende Erkenntnisse gewinnen, die ich Ihnen in den kommenden Monaten in weiteren Blog-Artikeln näher vorstellen werde. Heute möchte ich Sie auf nur eine zentrale Kennzahl der Studie hinweisen: Von 250 befragten Unternehmen gaben 56 Prozent an, sie hätten bereits einen Chief Digital Officer, also einen Hauptverantwortlichen für die Digitalisierung, ernannt. IDC sollte für uns eine ganz bestimmte Hypothese testen: Wir wollten herausfinden, ob „neue digitale Technologien zu neuen Initiativen für die Transformation der Supply Chain führen“. Wenn ja, böte das den Unternehmen eine Gelegenheit, ihre B2B-Integrationsanforderungen auszulagern (Englisch) und sich so besser auf die Umsetzung ihrer neuen digitalen Projekte zu konzentrieren. Die Studie befasste sich auch mit dem Stand der Dinge zur Übernahme neuer digitaler Technologien wie Drohnen, IoT oder Wearables. Diese und weitere interessante Ergebnisse unserer Studie werden wir in den kommenden Monaten veröffentlichen. Die „Großen Fünf“ der disruptiven Technologien Die Berichterstattung in den Branchenmedien wird aktuell durch fünf umwälzende Technologien beherrscht: Drohnen, 3D-Druck, Wearables, hochentwickelte Roboter und das Internet der Dinge. In unserer neuen IDC-Studie wurde die Akzeptanzrate dieser und vieler weiterer Technologien untersucht, darunter auch maschinelles Lernen, speziell im Zusammenhang mit den Prozessen in der Supply Chain. Warum über diese fünf Technologien mehr berichtet wird als über andere disruptive Technologien? Zum einen richten sie sich sowohl an den Endverbraucher wie an Unternehmen. Sie kaufen also beispielsweise einen 3D-Drucker oder einen Staubsaugerroboter für zu Hause, während Ihr Unternehmen gerade mit der Einführung ähnlicher Technologien beginnt. Das ist aber nicht das erste Mal, dass für den Konsumenten entwickelte Technologien ihren Weg an den Arbeitsplatz finden. In den letzten Jahren mussten IT-Verantwortliche die Unternehmensstrategien anpassen, um die von den Mitarbeitern ins Unternehmen getragenen „Nutze dein eigenes Endgerät“-Technologien zu unterstützen. Wie also werden diese fünf Technologien heute unternehmensübergreifend eingesetzt? Drohnen-basierte Technologie  Über diese Technologie wurde in den letzten Jahren viel berichtet, aber stets aus den falschen Gründen. Der Markt für Drohnen wurde durch diverse Interessensgruppen beeinflusst, die besorgt um ihre Sicherheit und natürlich ihre Privatsphäre waren, wenn Drohnen über Stadtzentren fliegen. In Folge dieser Lobbyarbeit errichteten lokale Behörden rund um den Globus Flugverbotszonen für Drohnen im städtischen Luftraum – noch bevor die wirtschaftlichen Vorteile der Geräte sachgemäß nachgewiesen werden konnten. Der Großteil der Berichterstattung drehte sich um Unternehmen, die kleine Pakete an Konsumenten zustellen können – wie Amazon mit seiner PrimeAir-Drohne. Für externe Logistikdienstleister wird das Ausliefern von Paketen auf dem „letzten Kilometer“ zu einem zunehmend wichtigeren Entwicklungsbereich. DHL nutzte als einer der ersten Drittanbieter die Drohnen-Technologie für Medikamentenlieferungen zu entlegenen Inseln im Fernen Osten, wo es an Platz für Start- und Landebahnen für herkömmliche Fluggeräte fehlt. Mittlerweile gibt es Initiativen zur Einrichtung von Luftkorridoren für Flugdrohnen. Doch Drohnen sind nicht nur auf den Luftraum beschränkt. Starship Technologies entwickelte zum Beispiel ein kleines, selbstfahrendes Fahrzeug mit einer Ladekapazität von zwei vollen Einkaufstüten. Die Idee dahinter: dieses kleine, autonome Gefährt kann die Bestellungen eines Kunden direkt an die Haustür transportieren. Doch auch Szenarien im Umfeld von Unternehmen sind keine Zukunftsmusik. Dieselbe Technologie ließe sich zur Auslieferung kleinerer Bauteile von Automobilzulieferern einsetzen, die im Lieferantenpark in der Nähe eines großen Automobil-OEMs angesiedelt sind. Solche Lieferantenparks etablieren sich heute weltweit an allen wichtigen Standorten der Automobilindustrie. Die selbstfahrenden Drohnen könnten die Effizienz der Komponentenlieferung an Automobilhersteller steigern und deren Just-In-Time-Produktionsumgebungen unterstützen. Drohnen-basierte Technologien sind immer noch relativ neu. Doch sie bieten einige einzigartige Funktionalitäten, die der modernen Produktion und dem Ersatzteilgeschäft mit dem Endkunden (Automotive Aftermarket) zu Gute kommen. So hat beispielsweise AUDI in seinen Werken mit dem Probebetrieb von Drohnen begonnen, die Einzelteile aus den Lagern zu den Produktionsstraßen transportieren, wo sie in die Fahrzeuge eingebaut werden. 3D-Druck-Technologien  Die 3D-Druck-Technik ist nicht wirklich neu. Tatsächlich fand ein Großteil der Grundlagenforschung bereits Anfang der 1990er Jahre statt – damals unter der Bezeichnung Stereolithographie oder Rapid Prototyping. Beide Begriffe beschreiben den schichtweisen Aufbau eines dreidimensionalen Objektes aus Kunststoff. Heute wird diese Technologie in hohem Tempo weiterentwickelt. Das betrifft nicht nur den Druck selbst, sondern auch die im Rahmen des Druckverfahrens verwendeten Materialien. Die Automobilindustrie betreibt ausgedehnte Forschung zur Nutzung von metallischem Material in 3D-Druck-Verfahren. Diese Verfahren versprechen die größten Verbesserungen in Bezug auf verkürzte Produktionszeiten und eine höhere Kundenzufriedenheit im Zubehör- und Servicemarkt. In der Produktion erzeugen Hersteller wie die VW-Gruppe bereits dreidimensionale Metallteile, anfangs nur für Konzeptfahrzeuge, die auf Automessen wie dem Genfer Autosalon präsentiert wurden. 3D-Druck verändert tatsächlich das Design und Bauweise der Fahrzeuge von morgen. Es gibt immer mehr Elemente, die „austauschbar gestaltet“ werden können. Wenn also beispielsweise ein Auto in die Werkstatt kommt, weil eine defekte Stützhalterung ersetzt werden muss, wird diese zukünftig nicht mehr beim Zulieferer bestellt. Stattdessen druckt die Vertragswerkstatt die Ersatzhalterung vor Ort aus und baut diese in das Fahrzeug ein. Das führt zum Konzept einer „Supply Chain ohne Glieder“, wo Teile bei Bedarf mittels 3D-Druck erzeugt und keine externen Logistikdienstleister zur Lieferung benötigt werden. Das dürfte den Zubehör- und Servicemarkt der Automobilindustrie revolutionieren. Local Motors, ein US-amerikanischer Automobilhersteller, treibt die 3D-Druck-Technologien an ihre Grenzen und produziert sogar ein komplettes Fahrzeug mit 3D-Druck-Verfahren. Local Motors gilt damit – in ähnlicher Weise wie Tesla Motors – als einer der Disruptoren der Automobilbranche. So wie Tesla den Premiumsektor für Elektrofahrzeuge beherrscht, scheint Local Motors bereit, den modularen Fahrzeugbau durch den Einsatz von neuen 3D-Druck-Technologien zu verändern. Wearable-Technologien  Ein Trend der vergangenen Jahre beschäftigte sich mit der Entwicklung von mobilen Apps für Firmen-Smartphones und -Tablets. Heute geht es um die Entwicklung von Anwendungen für Wearable-Technologien. Die Akzeptanz für Wearable-Technologien im Konsumentenbereich hat in den letzten paar Jahren stark zugenommen. Von Unternehmen am meisten beachtet wurden Technologien wie die Apple Watch, Microsoft HoloLens und Google Glass, getrieben von der Notwendigkeit, Mitarbeitern immer und überall Zugang zu digitalen Produktinformationen zu gewähren. Da die Apple Watch vergleichsweise neu auf dem Markt ist, erforschen die Unternehmen noch, wie Produktions- und Supply-Chain-Prozesse durch den Einsatz dieser Technologie profitieren können. Die Fähigkeit, Informationen in Zusammenhang mit B2B-Transaktionen wie dem Bestell- oder Lieferstatus laut Advanced Shipping Notification (ASN, Versandvorabmitteilung) zu betrachten, kann sowohl die Lieferung selbst wie auch die Nachverfolgung der Transaktionen im Business-Netzwerk verändern. Unternehmen, die auf eine „nicht geliefert“ ASN reagieren können, bevor sich dies auf nachfolgende Produktionsprozesse auswirkt, sind klar im Vorteil. Der Einsatz von Navigations-Apps (Mapping Apps) – beispielweise zur Nachverfolgung von Lieferungen – sorgt für zusätzliche Transparenz entlang der gesamten Lieferkette. Mehr darüber erfahren Sie in diesem Blog-Artikel (Englisch). Die Microsoft HoloLens nutzt Augmented-Reality-Technologie und legt diese über die reale Umgebung: Damit ließen sich auch gemeinsame Prüfprozesse transformieren. Und zwar nicht nur in der Konzeptphase eines neuen Projektes, sondern auch in den Händlervertriebsnetzen: potenzielle Kunden erhalten Einblick in die weiterentwickelten Features eines neuen Fahrzeugs. Volvo Cars scheint bereits überzeugt: Der Hersteller gab seine Zusammenarbeit mit Microsoft zur Installation von HoloLens im gesamten Volvo-Händlernetz bekannt. Interessierte Volvo-Kunden können künftig die verschiedenen Sicherheitsfunktionen der Fahrzeuge von Volvo visualisieren und „erleben“. Hier (Englisch) erfahren Sie, wie sich HoloLens zur Visualisierung von Informationen in unserem Business-Netzwerk einsetzen lässt. Das bei seiner Vorstellung vor zwei Jahren meistbeachtete technische Gadget war sicherlich Google Glass. Obwohl die erste Version von Google noch 2015 vom Markt genommen wurde, gibt es Gerüchte über die bevorstehende Markteinführung von Version zwei. Glass könnte beispielsweise verändern, wie Produktionsmitarbeiter Zugang zu digitalen Montagedaten erhalten oder Servicetechniker auf Reparaturinformationen zugreifen. Im Dezember 2015 gab VW bekannt, dass die Produktionsmitarbeiter eines Werkes mit Google Glas ausrüstet werden. Ob Montagezeichnungen, -videos oder andere produktspezifische Informationen: die Mitarbeiter können über das Glass-Device auf alle digitalen Dokumente zugreifen, die in Zusammenhang mit der Montage eines Fahrzeugs stehen. Endgeräte wie Google Glass verändern aber auch die Rolle der Lager-Kommissionierer. Diese könnten über Karten und andere ortsbezogene Informationen in Google Glas zum gesuchten Einzelteil geführt werden und behalten so jederzeit freie Hände. Fortschrittliche Roboter-Technologien  Im Laufe der letzten paar Jahre hat Google acht Robotik-Unternehmen übernommen, darunter auch die berühmt-berüchtigte Boston Dynamics. Das Unternehmen gehört zu den führenden Entwicklern von Robotern für das US-Militär. Google wendet die Robotikforschung von Boston Dynamics auf Produktionsumgebungen an. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass Google in Zukunft ein spezielles Betriebssystem für Produktionsroboter entwickelt. Tatsächlich arbeitet Google bereits eng mit Foxconn zusammen, einem der führenden Vertragshersteller von Hightech-Sensoren. Bis zu eine Million manuell tätige Arbeiter sollen in den chinesischen Produktionsstätten durch hochentwickelte „Foxbots“ ersetzt werden, Roboter, die gemeinsam mit Google entwickelt werden. Einer der zentralen Treiber für die Robotikforschung ist das Bestreben, intelligentere Roboter zu entwickeln, die nicht nur selbstständig denken, sondern auch ihre Umgebung exakter wahrnehmen können. Rethink Robotics, ein weiterer führender Roboterhersteller, entwickelte den „Baxter“-Roboter, um die Arbeitsweise in Produktionsstraßen zu verändern. Herkömmliche einarmige Roboter müssen in einer Sicherheitszelle betrieben werden, damit in der Produktionsstätte tätige Personen nicht verletzt werden. Der zweiarmige Baxter ist mit Näherungssensoren in beiden Armen ausgestattet. Wenn sich also jemand nähert, kann sich der Roboter sofort selbst abschalten. Künstliche Intelligenz sorgt für weiteren Fortschritt im Bereich Industrieroboter. In Verbindung mit der vernetzten Natur des IoT werden Produktionsstraßen zunehmend automatisierter und sensorgesteuerter und können damit besser auf wechselnde Produktionsanforderungen reagieren. Das Internet der Dinge Wenn es eine disruptive Technologie gibt, die das Interesse der industriellen Produktion besonders erregt, dann ist es das Internet der Dinge (IoT, Internet of Things). IoT oder Industrielles Internet, Allesnetz, Internet Plus usw. – sie alle existieren zu einem einzigen Zweck: Milliarden vernetzten Geräten eine Möglichkeit zu bieten, Gigabytes an Daten an Big-Data-Datenbanken zu übertragen, in denen Trends analysiert und ausgewertet werden. Das IoT verändert die 360°-Sicht auf Informationen und die Sichtbarkeit physischer Lieferungen entlang von End-to-End-Supply-Chains. RFID-Technologien sind seit mehr als 20 Jahren im Einsatz, mit wechselndem Erfolg, was die Akzeptanz durch die Produktionsindustrie betrifft. Das IoT gibt RFID jedoch einen neuen Sinn und Zweck, sodass weiter in RFID-Technologien investiert wird, um IoT-Initiativen voranzutreiben. Das IoT ist auch Auslöser für maßgebliche Fusions-, Übernahme- und Kooperationsaktivitäten im gesamten Hightech-Sektor. Ein beträchtlicher Teil dieser Fusionen und Übernahmen spielt sich im Bereich der Halbleiterindustrie ab. Das IoT transformiert Branchen und Geschäftsprozesse und bietet Unternehmen erhebliche Vorteile im operativen Geschäft. Die Supply Chain wird wesentlich vom Internet der Dinge profitieren. Es gibt drei unmittelbare Bereiche, in denen das IoT die Wertschöpfung in der Supply-Chain-Umgebung steigern kann. Erfahren Sie mehr über diese drei Anwendungsbereiche in diesem Beitrag zu einem IoT-Webinar mit dem führenden IoT-Analysten von Gartner. Fazit – Wie sich der digitale Umbruch auf die Supply Chains auswirkt Alle fünf vorgestellten Technologien werden letztendlich zu einer stärker digitalisierten Supply Chain führen, wie sie die Grafik oben zeigt. Von zentraler Bedeutung für den Erfolg dieser digitalen Wertschöpfungsketten ist die Implementierung eines durchgängigen digitalen „Rückgrats“. B2B/EDI-Netzwerke werden sich zu noch intelligenteren Business-Netzwerken entwickeln. In diesen Netzwerken teilen miteinander vernetzte Endgeräte strukturierte und unstrukturierte Daten nahtlos mit Backend-Unternehmenssoftware und Big-Data-Datenbanken. Bei OpenText investieren wir kontinuierlich in unser Business Network. In diesem Blog-Beitrag (Englisch stelle ich einige der jüngsten Erweiterungen des Business Network vor, weitere folgen in Kürze. OpenText bietet ein breitgefächertes Portfolio an Enterprise Information Management-Lösungen, die digitale Unternehmen bei ihrer Arbeit unterstützen. Denn eines steht fest: Die B2B-Integration bildet das Herzstück der digitalen Transformation. Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt.

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Fünf Compliance-Anforderungen für 2017

Compliance

Hatte das Thema Compliance-Anforderungen in der Vergangenheit eher für große und international aktive Konzerne Relevanz, ist heute auch der Mittelstand aufgewacht. In einer aktuellen Studie gaben 40 Prozent der befragten kleinen und mittleren Firmen an, sie hätten bereits ein unternehmensweites Compliance-System im Einsatz. Weitere 40 Prozent nutzen ein solches System zumindest in Teilbereichen ihres Betriebs. 90 Prozent der Befragten erklärten, sie wollten ihre Compliance-Maßnahmen in den nächsten Jahren ausweiten. Mit gutem Grund: 2017 entwickelt sich zu einem turbulenten Jahr in Sachen Compliance. Mit der Kombination aus BREXIT, der Trump-Präsidentschaft und der Reform der EU-Datenschutzregeln stehen regulatorische Änderungen und Unsicherheiten wieder im Rampenlicht. Und weil bei Verstößen wieder Strafzahlungen in enormer Höhe drohen, sorgen sich die Compliance-Beauftragten mehr denn je um ihre persönliche Haftung. Compliance-Anforderungen: DSGVO – der Countdown läuft Falls sich Ihr Unternehmen noch nicht mit der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) beschäftigt hat, gehören Sie möglicherweise bereits zu den Nachzüglern. Die DSGVO wurde im Mai 2016 ratifiziert und soll den Schutz personenbezogener Daten an das digitale Zeitalter anpassen. Mit der Verordnung werden den Unternehmen strenge Vorgaben für den Umgang mit und das Speichern von personenbezogenen Daten von EU-Bürgern auferlegt. Die Richtlinie wird weitreichende Auswirkungen auf Unternehmen haben – vom Einholen von Einverständniserklärungen der Kunden, über den Einsatz von Cookies auf Firmen-Webseiten bis zum „Recht auf Vergessen“. Die DSGVO betrifft jedoch nicht nur Unternehmen in der EU. Die EU-Rechtsvorschriften gelten für jedes Unternehmen, das personenbezogene Daten von EU-Bürgern sammelt und speichert. Da die DSGVO ab Mai 2018 greift, läuft für die Organisationen der Vorbereitungscountdown. Die DSGVO wirkt sich allerdings nicht nur auf das Compliance-Team aus. Sie betrifft auch viele andere Unternehmensbereiche. Wichtige Schritte Ermitteln Sie im ersten Schritt in welchen Prozessen und Inhalten Ihre Organisation personenbezogene Daten verarbeitet. Dazu gehört unter anderem: Welche personenbezogenen Daten werden verarbeitet? Wo im gesamten Unternehmen werden solche Daten gespeichert? Wer hat Zugang zu diesen Daten? Wurde das Einverständnis zur Nutzung eingeholt, und wo ist das dokumentiert? Wohin und woher werden diese Daten übertragen (auch an Dritte und grenzüberschreitend)? Wie werden die Daten während ihres gesamten Lebenszyklus gesichert? Gibt es Richtlinien und Prozesse zum Umgang mit personenbezogenen Daten? Auf der OpenText Webseite zur DSGVO (Englisch) erfahren Sie mehr über die Richtlinie und wie OpenText Sie unterstützen kann. Compliance-Anforderungen: Der Druck auf die Compliance-Verantwortlichen lässt nicht nach Der Stellenwert von Compliance-Beauftragten ist so hoch wie nie zuvor, doch mit großem Einfluss ist auch große Verantwortung verbunden. Der Druck auf die Compliance-Verantwortlichen wächst ständig, und 2017 bildet hier keine Ausnahme. So erwarteten beispielsweise 69 Prozent der befragten Unternehmen (Englisch) im Jahr 2016, dass die Regulierungsbehörden im folgenden Jahr noch mehr Vorschriften erlassen würden. 26 Prozent erwarteten sogar deutlich mehr Vorschriften. Zudem scheint die persönliche Haftung zur bleibenden Sorge zu werden. 60 Prozent der in einer Studie (Englisch) Befragten gingen von einer steigenden persönlichen Haftung der Compliance-Beauftragten in den nächsten zwölf Monaten aus, 16 Prozent davon sogar von einer deutlichen Steigerung. Zusätzlich stellt die DSGVO ausdrücklich klar, dass Unternehmen eine qualifizierte Compliance-Funktion zu besetzen haben, den sogenannten Datenschutzbeauftragten (DSB). Obwohl die DSGVO die erforderlichen Zertifizierungen der DSB nicht im Detail festlegt, verlangt die Regelung dennoch, dass diese „Fachwissen auf dem Gebiet des Datenschutzrechts und der Datenschutzpraxis besitzen“. Wichtige Schritte Datenschutzbeauftragte müssen keine technischen Experten sein. Doch sie müssen wissen, wie sie die Softwarelösungen für Governance, Compliance und Risikomanagement (Englisch) nutzen, um sich ihre Aufgaben zu erleichtern. Weitere wichtige Schritte: Stellen Sie sicher, dass Ihre Richtlinien auf dem neuesten Stand sind und die Mitarbeiter ihre Compliance-Aufgaben verstehen und entsprechend geschult sind. Mehr erfahren Sie in diesem AIIM-Whitepaper mit Infografik „Governance, Compliance und Risikomanagement mit ECM und BPM managen“ (Englisch). Compliance-Anforderungen: Eine neue Regierung bedeutet auch neue regulatorische Schwerpunkte US-Präsident Trump hat seinen Wunsch, bestehende gesetzliche Beschränkungen zu reduzieren, stets klar geäußert. Vom Finanzdienstleistungssektor (Englisch) bis zum Umweltbereich (Englisch) bereiten sich Compliance-Beauftragte auf die Änderungen und deren Auswirkungen vor. Die meisten Branchenexperten sind sich einig, dass selbst dort, wo gesetzliche Regelungen vereinfacht (Englisch) oder reformiert werden, eine Menge Arbeit auf ihre Mitarbeiter wartet. Schließlich muss die durch den Wegfall bisheriger Gesetze entstandene Lücke gefüllt oder geklärt werden, wie neue Gesetze anzuwenden sind. Die Situation mag im Moment noch unklar sein, doch unabhängig davon können Sie sicher sein, dass mit jeder Änderung Arbeit auf Ihr Compliance-Team zukommt. Wichtige Schritte Wie bereitet man sich auf Unbekanntes vor? Der weise Rat vieler Experten lautet, vorerst beim normalen Tagesgeschäft zu bleiben und Regelungen und Prozesse noch nicht zu überarbeiten. Dennoch: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um Ihr gesamtes Compliance-Programm zu evaluieren. Ein Beispiel: Falls Sie Ihre Hausaufgaben im Bereich der juristischen Anforderungen zum Information Management noch nicht gemacht haben, packen Sie das Thema jetzt an. Ob Ihre Firma in den USA angesiedelt ist oder dort nur Geschäfte tätigt – mögliche Änderungen der Gesetzeslandschaft bedeuten, dass sich Unternehmen schnell anpassen müssen. Nur so können sie rasch von Chancen profitieren, Risiken minimieren und gesetzeskonform bleiben. Hier erfahren Sie mehr über die Compliance-Lösungen von OpenText (Englisch). Compliance-Anforderungen: Wenn die Kosten für Compliance-Prozesse steigen, fordern Organisationen auch mehr Nachweise für deren Nutzen In einer Umfrage von Thomson Reuters gaben 2016 69 Prozent der Organisationen (Englisch) an, dass sie von einer Erhöhung ihres Gesamtbudgets für Compliance in den kommenden zwölf Monaten ausgehen. Weltweit werden entsprechende Abteilungen ausgebaut und erhalten mehr Befugnisse, Personal und Verantwortung. Damit sind sie aber auch besser als Kostenstelle innerhalb der Organisation erkennbar. Die direkte Folge: Maßnahmen sollen sich nicht mehr nur minimal negativ auf das Betriebsergebnis auswirken. Im Gegenteil, es gibt mehr Druck denn je zu demonstrieren, dass die Compliance-Maßnahmen einen positiven Beitrag zum Betriebsergebnis leisten. Return on Compliance (ROC) ist zwar kein neues Konzept, aber in 2017 müssen Organisationen tatsächlich nachweisen, welchen Nutzen das Unternehmen aus seinen Investitionen zieht. Wichtige Schritte Definieren Sie Kennzahlen – woran und wie messen Sie den Erfolg und ROI Ihrer Compliance-Maßnahmen? Mögliche Beispiele sind vermiedene oder reduzierte Kosten für Rechtsstreitigkeiten oder Strafen und effizientere Compliance-Prozesse. Legen Sie eine Ausgangsbasis fest – ohne Basiskennzahlen lassen sich Verbesserungen schwer nachweisen. Sie haben noch keine Basis-KPIs erfasst? Handeln Sie jetzt. Bewerten Sie im Vergleich zur Best Practice Ihrer Branche. Ziehen Sie möglichst viele Branchenstudien zu Rate, die zeigen, wie Ihre Geschäfte von Compliance profitieren. Führungskräfte und Aufsichtsratsmitglieder wissen Daten und Recherchen zu schätzen. Prüfen, prüfen und nochmals prüfen – wie in anderen Unternehmensbereichen auch sollte die Bewertung des ROI von Compliance-Maßnahmen nicht nur einmal jährlich stattfinden. Überprüfen und ergänzen Sie Ihre Pläne und Strategie mindestens vierteljährlich. Hier erfahren Sie, warum Compliance nicht nur notwendiges Übel, sondern gut für Ihre Geschäfte ist (Englisch).  Compliance-Anforderungen: Geht es um Compliance, sind Sie Ihres Bruders Hüter – Unternehmen kämpfen immer noch mit Drittrisiken 32 Prozent der Teilnehmer einer von Navex Global durchgeführten Studie (Englisch) berichteten, sie wären in den letzten drei Jahren mit rechtlichen oder regulatorischen Verfahren konfrontiert gewesen, an der Dritte beteiligt waren. 30 Prozent (Englisch) der Befragten gaben in derselben Studie an, sie gingen davon aus, dass sie zukünftig mehr Konflikte mit Dritten erwarten. Laut GRC20/20 gilt „der wachsende Bereich von Geschäftsbeziehungen mit Dritten, wo zunehmende rechtliche Gefährdung und Risikoexposition auf die Organisationen durchgreifen“ als zweitgrößter Treiber von Initiativen für Governance, Risikomanagement und Compliance (GRC). In immer größeren und komplexeren globalen Supply Chains sind Sie direkt von der Vorgehensweise und den Methoden Ihrer Verkäufer betroffen. Das kann zu Rechtsstreitigkeiten, empfindlichen Strafen und auch der teuersten aller Folgen führen – zum Vertrauensverlust Ihrer Kunden. Auch 2017 werden Compliance-Programme einen Schwerpunkt auf den Umgang mit Risiken durch Dritte setzen. Wichtige Schritte Dass Organisationen mit ausgereiften und weit entwickelten Programmen zum Umgang mit Drittrisiken bessere Ergebnisse verzeichnen, ist wenig überraschend. Größere Budgets und automatisierte Systeme für solche Programme spielen dabei ebenfalls eine Rolle. Wichtige Schritte beinhalten daher eine aktuelle und effektive Vereinbarung über die Sorgfaltspflichten Dritter, eine starke, funktionsübergreifende Finanzierung des Programms für Drittrisiken sowie ein klar und eindeutig bestimmter Leiter und Eigner des Programms (oft die Compliance-, Ethik- oder Rechtsabteilung). Erfahren Sie, wie Sie Konfliktmineralien aus Ihrer Lieferkette entfernen und wie die OpenText Cloud Supply Chains umweltfreundlicher macht (Englisch). Für alle Compliance-Verantwortlichen und -Beauftragten gilt: Machen Sie sich auf ein spannendes Jahr 2017 gefasst! Es wird ein heißer Ritt, der vielleicht ein paar blaue Flecken hinterlässt, aber auch für Begeisterung sorgen dürfte! Behalten Sie den Überblick! Bei weltweit über 100.000 Verordnungen das es nicht einfach. Unser aktuelles White Paper macht Sie fit für die Compliance-Anforderungen im digitalen Zeitalter. Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt.

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Erschließen Sie unstrukturierte Daten für den maximalen Erfolg Ihrer Supply Chain

Digitalisierung

Die Digitalisierung und das Aufkommen der damit verbundenen strukturierten und unstrukturierten Daten bergen zweifellos ein enormes Potenzial für Unternehmen. Wer mehr über Kunden, Lieferanten, Märkte und Konkurrenz weiß, kann flexibler und schneller reagieren und so Marktchancen optimal nutzen. Dennoch sind vor allem mittelständische Unternehmen mit Innovationen und dem Vorantreiben der digitalen Transformation eher zurückhaltend, wie sich aus den Ergebnissen einer Studie des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) erkennen lässt. Die Vorreiter-Unternehmen dagegen dürften ihren Entwicklungsvorsprung noch weiter ausbauen und damit auch künftig höchst erfolgreich agieren. Die Digitalisierung setzt neue Maßstäbe für den Erfolg. Ein Unternehmen gilt in jeder Hinsicht als erfolgreich, wenn es neue Kunden gewinnen, neue Märkte erobern und neue Umsatzquellen erschließen kann. Organisationen, die heutzutage erfolgreich sein wollen, müssen jedoch die digitalen Kanäle beherrschen, ein ausgezeichnetes Kundenerlebnis bieten und die digitale Transformation bereitwillig annehmen. Die Digitalisierung Ihres Unternehmens steigert Ihre Agilität, und mit Hilfe moderner Analytics schaffen Sie den notwendigen Wissensstand, um bessere Entscheidungen zu treffen. Die Weiterentwicklung von Analytics und Content-Management-Software gibt Unternehmen mehr Möglichkeiten, unstrukturierte Daten auf Zusammenhänge zu untersuchen, anstatt sich auf Intuition und Bauchgefühl zu verlassen. Heute sind Sie in der Lage, Muster sehr schnell zu erkennen und damit für eine ganz neue Transparenz Ihrer Geschäftsprozesse zu sorgen. Entdecken Sie den Wert von bereits im Unternehmen vorhandenen Informationen. Die tagtäglich innerhalb und außerhalb Ihrer Firma generierten unstrukturierten Daten enthalten gezieltes, spezifisches und innerhalb Ihrer Organisation einmaliges Wissen. Dieses Wissen können Sie nutzen, um wichtige aktuelle und künftige Geschäftstrends zu identifizieren. Unstrukturierte Daten wie Emails, Sprachnachrichten, Schriftstücke, Präsentationen, Social Media-Newsfeeds, Umfragen, juristische Bescheide, Webseiten, Videos und viele weitere bieten eine reichhaltige Informationsquelle, die Ihnen verrät, wie Sie geschäftlich operieren. Unstrukturierte Daten, allein oder in Kombination mit strukturierten Daten, können zur Feinabstimmung Ihrer Strategie herangezogen werden. In der digitalen Welt bieten Predictive und Prescriptive Analytics bislang ungekannte Vorteile. Denken Sie beispielsweise an die im Web-Chat einer Bank gesammelten Daten. Die Manager im Kundenservice können unmöglich mehrere Millionen Zeilen Freitext lesen. Diese Fülle an Informationen zu ignorieren, ist aber auch keine Lösung. Hochentwickelte Data Analytics ermöglicht es Banken, Trends zu entdecken und zu verstehen – etwa häufige Beschwerden über Produkte oder häufig gestellte Fragen. Indem die Banken erkennen, was ihre Kunden fordern, können sie neue Produktkategorien oder Geschäftschancen identifizieren. Jeder Austausch, jede Interaktion, jede Art von Content bietet Chancen, die Sie gezielt wahrnehmen können. Es gehört zu den Kernprinzipien eines modernen Enterprise Information Managements den größten Nutzen aus relevanter Information zu ziehen. Das beinhaltet auch die Analyse unstrukturierter Daten von außerhalb der Organisation, oder von Informationen, die zwischen dem Unternehmen und seinen Handelspartner in einer Supply Chain oder einem Business-Netzwerk ausgetauscht werden. Der verstärkte Einsatz von Business-Netzwerken in Unternehmen erhöht das Aufkommen an unterschiedlichen Informationen, die durch diese hindurch fließen. Dazu gehören unter anderem Bestellungen, Rechnungen, Lieferinformationen oder Kennzahlen zur Performance von Partnern. Stellen Sie sich vor, wie nützlich es wäre, sämtliche Details, die sich hinter diesen Informationen verbergen, zu verstehen und die Erkenntnisse für Ihre zukünftige Planung heranzuziehen. Und noch besser: Sie könnten Daten so schnell analysieren, dass Sie auch bei tagesaktuellen Anlässen informiertere Entscheidungen treffen können. Betrachten wir zwei übliche, aber herausfordernde, Szenarien und wie sich diese lösen lassen. Herausforderungen im Unternehmen bewältigen Probleme innerhalb des Business-Netzwerks – Ein Business-Netzwerk geriet mit den Dienstleistungen für seine Kunden ins Hintertreffen. Tempo und Effizienz innerhalb der Supply Chain sollten gesteigert werden, um den Kunden tiefgreifendere Unterstützung für Geschäftsprozesse und detailreichere Analysen über das gesamte Handelspartner-Ökosystem zu liefern. Durch die Integration von Data Analytics erfährt das Unternehmen mehr aus seinen unstrukturierten Daten (Emails und Dokumente). So gewinnt die Firma bessere Erkenntnisse über die im Netzwerk stattfindenden Transaktionen. Mit dem neuen System können Schwierigkeiten und Ausnahmen schneller erkannt, Korrekturmaßnahmen ergriffen und so Probleme vermieden werden, bevor sie überhaupt entstehen. Mangelnder Durchblick im Unternehmen – Ein Einzelhandelsunternehmen hatte Schwierigkeiten mit dem Support der automatischen Machine-to-Machine-Datenströme aus den zahlreichen, untereinander vernetzten Endgeräten innerhalb des Business-Netzwerks. Um sich einen umfassenden Einblick in die Daten zu verschaffen, die innerhalb ihrer Supply Chain ausgetauscht wurden, setzte das Unternehmen zusätzlich Data Analytics für alle unstrukturierten Datenquellen ein. Die Implementierung von Advanced Analytics stellt sicher, dass die Daten aller vernetzten Endgeräte analysiert werden, was wesentlich tiefere Einblicke in die Informationstrends erlaubt. Mit diesem Wissen konnte der Einzelhändler die Prozesse in seiner Supply Chain noch stärker rationalisieren. Das interessiert Sie? Erfahren Sie, wie Sie Ihre digitale Transformation gezielt vorantreiben. Informieren Sie sich, wie Betriebe mit OpenText Release 16 (Englisch) den Informationsfluss im digitalen Unternehmen managen können – vom Erstkontakt bis zur Erkenntnis. Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt.

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DSGVO: Chance oder Gefahr für B2B-Unternehmen?

DSGVO

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist zwar erst ab Ende Mai 2018 wirksam, doch sie wirft bereits jetzt ihre Schatten voraus. So steigen etwa die Ausgaben und Budgets für IT-Sicherheit 2017 deutlich an. Das zeigt das Ergebnis einer Umfrage der Nationalen Initiative für IT-Sicherheit (NIFIS) unter 100 vorwiegend mittelständischen deutschen Unternehmen. Bis 2025 sollen die Investitionen sogar um beeindruckende 50 Prozent wachsen. Aber nicht nur die IT, auch das Marketing muss sich umstellen. Datenlecks müssen beispielsweise ab Mai 2018 grundsätzlich gemeldet werden, auch wenn die Daten gar nicht genutzt werden. Dafür werden viele überholte und hinderliche deutsche Datenschutzgesetze durch die neue Regelung obsolet. Die EU-DSGVO bringt also zweifellos grundlegende Änderungen mit sich – wirkt sich aber vielleicht anders aus, als Sie denken. Über die strengen Auflagen – und saftigen Strafen – für Organisationen, die personenbezogene Daten von EU-Bürgern verarbeiten, wurde bereits umfassend berichtet. Viel weniger war dagegen von einem anderen erklärten Ziel der neuen Verordnung die Rede: Den Datenaustausch von in der EU tätigen Unternehmen zu erleichtern. Die DSGVO betrifft jedoch nicht nur in der EU ansässige Unternehmen. Die Frage lautet daher: Wie können Sie von der Umsetzung der DSGVO profitieren? Eine Chance? Tatsächlich?! Jedes Unternehmen muss in Vorbereitung auf den Stichtag im Mai 2018 einiges verändern. Sich auf das Ausmaß der Veränderung – auf organisatorischer, technischer und prozessualer Ebene – zu konzentrieren, ist einfach. Aber dadurch geht der Blick auf das große Ganze verloren. Die DSGVO soll ausdrücklich die europäischen Gesetze für Datenschutz und Privatsphäre harmonisieren. Es handelt sich hier also um den weitreichendsten, jemals in diese Richtung unternommenen Vorstoß. Die DSGVO ist ein gemeinsames Bemühen um den Datenschutz von 28 Staaten der EU-Freihandelszone. Tatsächlich reicht ihre Wirkung viel weiter. Der DSGVO sind alle Unternehmen unterworfen, die personenbezogene Daten von EU-Bürgern speichern – und das tun, seien wir ehrlich, heutzutage mehr oder weniger alle. Ein Gelingen der DSGVO macht sie daher vermutlich von Beginn an zum weltweiten Standard. Derzeit haben sich die Organisationen noch nicht mit einer einheitlichen Lösung für ihre Datenschutz- und Geheimhaltungsrisiken befasst. Durch die DSGVO wird genau das zu einer essenziellen Aufgabe. Wenn Sie die DSGVO nicht nur als Compliance-Thema betrachten, erkennen Sie Ihre Chancen. PA Consulting (Englisch) (http://www.paconsulting.com/our-thinking/eu-general-data-protection-regulation/%5D) rät Unternehmen „einen unternehmens- und kundenzentrierteren Ansatz zu verfolgen. So können Organisationen ermitteln, wie sie personenbezogene Daten verwalten müssen, um informiertere Entscheidungen zu treffen und das Kundenerlebnis zu verbessern.“ Worum es bei DSGVO geht Für B2B-Unternehmen entstehen durch die DSGVO im Wesentlichen zwei Pflichten. Zum einen, die personenbezogenen Daten so zu speichern und zu verwalten, dass sie für die betroffene Person schnell zugänglich sind und, wenn notwendig, gelöscht werden können. Als B2B-Unternehmen sollten Sie sich stets vor Augen halten, dass die DSGVO „personenbezogene Daten“ als Daten von Einzelpersonen definiert. In Ihrem Fall also die Ihrer Kunden, Lieferanten und Dienstleistungsanbieter. Das betrifft auch, wie und warum Sie innerhalb Ihrer Supply Chain oder Ihres Handelspartner-Netzwerks personenbezogene Daten austauschen. Zum anderen müssen personenbezogene Daten zu jedem Zeitpunkt sicher und geschützt sein – bei der Übertragung und in der Datenbank. Die International Association of Privacy Professionals (Englisch) empfiehlt zu diesem Zweck unter anderem folgende Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen: Pseudonymisierung und Verschlüsselung aller personenbezogenen Daten Gewährleistung durchgängiger Geheimhaltung, Integrität, Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit in allen datenverarbeitenden Systemen und Prozessen Zeitnahe Wiederherstellung der Verfügbarkeit und des Zugangs von/zu personenbezogenen Daten nach einem physischen oder technischen Vorfall Implementierung eines Prozesses zur regelmäßigen Überprüfung, Bewertung und Evaluierung der Effektivität technischer und organisatorischer Maßnahmen zur sicheren Datenverarbeitung Im Mittelpunkt: die technische Infrastruktur Dass die richtige technische Infrastruktur eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der DSGVO spielt, steht außer Frage. Organisationen, die sich weiterhin Datensilos leisten, bekommen echte Probleme. Stattdessen müssen sie sich einen klaren End-to-End-Überblick über bei ihnen gespeicherten, personenbezogenen Daten verschaffen. Das betrifft sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Daten – von E-Mails und Social Media-Gewohnheiten bis zu Verträgen und Serviceunterlagen. Und das erfordert ein deutliches Umdenken. Privacy-by-Design und Datenschutz durch Technik müssen für Unternehmen zu zentralen Elementen ihrer Infrastruktur werden. Beide Strategien sind seit Jahren fester Bestandteil der Lösungsentwicklung von OpenText. Das OpenText™ Business Network Lösungsportfolio – darunter OpenText™ Trading Grid Messaging Service (Englisch), OpenText™ Supply Chain Automation (Englisch), OpenText™ B2B Managed Services (Englisch) und OpenText™ Faxlösungen – umfasst höchste Sicherheitsstandards, Verschlüsselung und Best Practices. Diese Lösungen ermöglichen die Verarbeitung und den Austausch von flächendeckend verschlüsselten Daten und reduzieren die mit der Verarbeitung sensibler Daten verbundenen Risiken. Strenge Überprüfungen, Tests und Einhaltung von Sicherheitsbestimmungen wie der DSGVO, auch in großen und hochentwickelten Supply Chains, ist ein wesentlicher Teil der Tätigkeit von OpenText. So besteht beispielsweise die Systemumgebung des OpenText™ Cloud Fax Netzwerks aus verschiedenen Verbindungsprotokollen. Diese sorgen dafür, dass unsere Kunden stets die entsprechenden regulatorischen und Compliance-Auflagen erfüllen. Zur Auswahl stehen unter anderem sichere Internetverbindungen mittels TLS, HTTPS oder VPN. Damit sind die Unternehmen sicher mit der OpenText Cloud verbunden, und die Geheimhaltung ist garantiert. Durch eine Verschlüsselung in der Datenbank und bei der Datenübertragung sind Inhalte sowohl am Speicherort als auch während der Übermittlung sicher geschützt. Die Ruhe bewahren und weiter arbeiten Die gute Nachricht lautet: Die DSGVO soll Ihren Betrieb nicht behindern, eher im Gegenteil. Allerdings erfordert sie eine deutlich proaktivere und einheitlichere Vorgehensweise in puncto Datenschutz. Für B2B-Unternehmen muss dies keine Bedrohung sein. In beinahe jeder Organisation ist die digitale Transformation Kernelement der Geschäftsstrategie. Und beinahe jede Organisation versucht, das Optimum aus den gespeicherten Daten herauszuholen. In diesem Zusammenhang kann die DSGVO auch als der rechtliche Rahmen betrachtet werden, in dem genau das möglich ist. Das nenne ich eine Chance! Weitere Informationen zum Thema DSGVO: DSGVO On-Demand-Webinar von OpenText und der Digital Clarity Group In diesem Webinar besprechen Janet de Guzman von OpenText und Tim Walters von der Digital Clarity Group die Grundsatzfragen, über die auch Ihr Unternehmen diskutieren sollte. Das erwartet Sie: Hier erhalten Sie Zugriff auf die Aufzeichnung des englischsprachigen Webinars „New EU Data Policies Will Transform Business Practices Across the Organization: Get Ready for the GDPR“. Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt.

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Die Supply Chain stets im Blick

Im letzten Blog haben wir uns damit beschäftigt, wie sich Handelspartner mit Hilfe des OpenText™ Trading Grid in die Supply Chain integrieren lassen. Nach der Anbindung der Handelspartner ist der Weg frei, durchgängige Abläufe in Beschaffung (P2P) und Vertrieb (O2C) nachhaltig zu verbessern und die darin verborgenen Potentiale zu bergen. Ferner wird nun die Visibilität in die Prozesse der Supply Chain ermöglicht und es lassen sich detaillierte Analysefunktionen nutzen, was erneut zur Reduzierung der Kosten beiträgt. Werfen wir zunächst einen Blick auf den typischen Lebenszyklus eines Bestellvorgangs: Der Einkauf generiert eine Bestellung, die an den Lieferanten übermittelt wird. Der Lieferant antwortet auf diese Bestellung und nimmt sie damit entgegen. Sobald er liefern kann, sendet er eine Liefer-Avis/ASN an den Auftraggeber. Der gelieferten Ware liegt ein Lieferschein bei, anschließend wird eine Rechnung gestellt. Ein Vorgang, der den meisten von uns in Fleisch und Blut übergegangen ist. Allerdings vergisst man auch gerne den Aufwand, der damit einhergeht. Denn für jedes Dokument während dieses Prozesses ist ein bestimmter Aufwand nötig, um es zu erstellen oder es nach Erhalt zu prüfen. An dieser Stelle kommt OpenText™ Business Network zum Einsatz. Auf Basis des OpenText Trading Grid, dem größten B2B-Netzwerk der Welt, bietet OpenText™ Managed Services an. Teil dieses Angebotes ist die Familie der „Active Documents“, mit deren Hilfe der komplette Procure-2-Pay- oder Order-2-Cash-Prozess verwaltet werden kann. Die Besonderheit: Es ist völlig unerheblich, ob der Handelspartner ein ERP-System wie SAP nutzt, die Daten per Fax sendet oder alle Informationen über ein Portal eingibt. Die benötigten Daten fließen automatisch und direkt vom oder zu Ihrem SAP-System und können dort weiterverarbeitet werden. Die Auswirkungen auf die Kosten sind enorm. Einer Studie von Aberdeen zufolge erzeugt schon eine einzige Rechnung, die per Papier oder Fax versendet wird, Kosten in Höhe von 17 bis 25 Euro. Schleicht sich ein Fehler ein, steigt dieser Betrag auf das Zehn- bis Zwölffache. Durch den Einsatz elektronischer Rechnungen als Teil von OpenText™ Active Documents können in der Regel zehn bis 15 Euro pro Rechnung eingespart werden. Bei Bestellungen und Liefer-Avisen (ASN) ist die relative Einsparung sogar oft noch höher. Die Gründe für die Ersparnis: Mit Active Documents werden Routineaufgaben automatisiert und können damit effizienter gestaltet werden. Ferner wird der „menschliche Fehler“ weitestgehend ausgeschlossen. Ein Lieferant kann beispielsweise die Bestellung mit einem Mausklick in eine Bestellbestätigung konvertieren. Mengen, Preise und Bezeichnungen müssen nicht händisch übertragen werden, sondern bleiben identisch. Kommt es doch einmal zu Abweichungen, beispielsweise einer anderen Liefermenge, wird die Abweichung sofort durch einen automatischen Vergleich der Dokumente identifiziert und mündet in einen entsprechenden Eskalationsprozess. Die Managed Services von OpenText Business Network ermöglichen über die Supply Chain Visibility und Analysefunktionen, aktuelle Status aus verschiedenen Blickwinkeln zu sichten und wenn nötig adäquat zu reagieren. Auch lassen sich Trends abschätzen, um sich abzeichnenden Ereignissen vorzubeugen. Verschlechtert sich beispielsweise die Qualität oder Liefertreue eines Lieferanten zunehmend, kann der Einkauf diesen Trend besser abschätzen und reagieren. Bei einer bereits bestehenden und nicht vorhersehbaren Unterbrechung – Stichwort: Supply Chain Disruption– wird umgehend ein Alarm generiert und bei Bedarf eine bewertete Alternativen vorgeschlagen. Auf diese Weise ist man im Fall der Fälle in der Lage, sofort die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das sorgt nicht nur für eine bessere Planung und bessere Abläufe, sondern auch für zufriedene Kunden. Weitere interessante Themen finden Sie auch auf unseren Webseiten: Forrester Webinar: Ein ERP-Projekt – der ideale Zeitpunkt für eine B2B-Integration! Die Bestellstatus-Mobility App OpenText – strategischer Partner der SAP VUCA – The new normal

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Handelspartner schnell und einfach in die Supply Chain integrieren

80 % der Unternehmen halten es für wichtig, alle Handelspartner, egal ob Kunden, Lieferanten, Logistiker oder Banken, an die Supply Chain anzubinden. Durch diese Digitalisierung der Supply Chain ergeben sich große Zeit- und Kostenersparnisse, es lassen sich fehleranfällige Routineaufgaben automatisieren und die Effizienz der Prozesse zu erhöhen. In der Praxis werden jedoch 60 % der Partner gar nicht angebunden, weil es an entsprechenden Konzepten mangelt, es an freier Kapazität der geschulten Mitarbeiter fehlt oder weil der darin liegende Kostenvorteil nicht beziffert werden kann und somit kein Budget zur Verfügung gestellt wird. Werden heute Handelspartner an die Supply Chain angebunden, betrifft das hauptsächlich große Unternehmen mit einem starken Handelsvolumen und einer hohen Anzahl an Prozessen. Der Arbeitstag eines Einkäufers ist in der Regel, mehr durch die Arbeit mit kleinen bis mittleren Partnern belastet. Dabei erfolgt der Informationsaustausch also meist unstrukturiert, per E-Mail, Fax, Telefon oder Post. Ein eigenes Engagement für das On-Boarding der Handelspartner lohnt sich allerdings selten. Ein Beispiel: Mit unternehmensinternen Ressourcen dauert die Anbindung eines Handelspartners in etwa ein bis zwei Tage. Multipliziert man diese Tage mit der Anzahl der Partner, sagen wir 500, und den direkten und indirekten Kosten des mit dem On-Boarding betrauten Mitarbeiters, ergibt sich allein daraus eine Summe von 340.909 Euro. Zusätzlich rechnet man für die Systempflege und Wartung etwa einen halben Arbeitstag pro Jahr und pro Partner, was hier einen Betrag von 113.637,50 Euro ausmacht. Beste Voraussetzungen also für ein Outsourcing. Betrachten wir allerdings den Markt, wird deutlich, dass die Lösungen vieler Anbieter nur eingeschränkt taugen oder nur Teilaspekte abgedeckt werden. Selbstverständlich werden diese Lösungen mit vielen Abkürzungen und PowerPoint Folien als neues Allheilmittel angepriesen. Oft benötigen Unternehmen daher Lösungen verschiedener Anbieter, was wiederum zu einem Wildwuchs in der IT-Landschaft führt und mit hohen Kosten verbunden ist. Jedoch, mit einem starken Partner sind Unternehmen auf der sicheren Seite und können sich um ihr Kerngeschäft kümmern. OpenText™ Business Network ist der globale Marktführer für die Digitalisierung von Supply Chains. Bereits heute sind mehr als 600.000 Unternehmen mit dem B2B-Netzwerken der OpenText verbunden: Trading Grid. OpenText übernimmt dabei auch das On-Boarding und bietet zudem weiterführende Lösungen an. Unternehmen können schnell und einfach an das OpenText™ Trading Grid Netzwerk angeschlossen werden und versenden und prüfen darüber ihre Bestellungen, ASNs oder Rechnungen. Der Vorteil dabei ist, dass jeder Handelspartner problemlos eingebunden werden kann, unabhängig von der Größe und den technischen Voraussetzungen (ERP/SAP, Excel, Web, Portal, @, Fax etc.). Über die Active Community lassen sich zudem die relevanten Stammdaten des eigenen Partnernetzwerkes verwalten. Schließlich passiert es nicht gerade selten, dass plötzlich ein neues Formular zum Einsatz kommt oder sich der Ansprechpartner ändert. In der Active Community kann deshalb stets der Kontakt zu den Partnern gehalten werden. Ebenso lassen sich gezielt Informationen mit dem Netzwerk austauschen. Dabei bleibt gewährleistet, dass die richtige Information auch zum richtigen Empfänger findet. Themen wie Procure-to-Pay (P2P), Order-to-Cash (O2C), eInvoicing, Supply Chain (SC) Visibility, SC Embedded Analytics oder SC Disruption Management sind erst nach dem On-Boarding an der Reihe. Sonst wäre es als würde man sich über die Farbe seines Autos bereits Gedanken machen bevor man eine Straße fertigt. Aufsetzend auf Trading Grid, bietet OpenText diese und andere Dienste als Managed Services an. Das geht schnell, einfach und sicher. So bleibt Zeit für die wirklich wichtigen Prozesse und Aufgaben im Unternehmen. Dies nutzen bereits Firmen wie ArcelorMittal, CNH und viele andere. In unserem nächsten Insight im Januar beschäftigen wir uns mit Analysen und der Einsichtnahme in die Supply Chain und den Inhalten der genannten Dokumente. Außerdem werfen wir einen Blick auf das Einsparpotential bei der elektronischen Rechnungserstellung. Weitere interessante Themen finden Sie auch auf unseren Webseiten: Forrester Webinar: Ein ERP-Projekt – der ideale Zeitpunkt für eine B2B-Integration! Die Bestellstatus-Mobility App OpenText – strategischer Partner der SAP VUCA – The new normal

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Die Zukunft der Information: Extrem vernetzt auf dem Weg in die vierte industrielle Revolution

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Die digitale Revolution ist unaufhaltsam. Angetrieben wird der Transformationsprozess von drei zentralen Komponenten: extremer Automatisierung, extremer Rechenleistung und extremer Vernetzung („Konnektivität“). Nicht nur die Menge der produzierten Daten und Inhalte nimmt in Unternehmen rasant zu, auch die digitalen Warenströme stellen Firmen vor neue Herausforderungen, denn der digitale Handel – egal ob mit Endkunden (B2C) oder Business-to-Business (B2B) – wächst. Und das in Deutschland geprägte und mittlerweile allgegenwärtige Schlagwort-Konzept Vernetzung beschleunigt Geschäftsprozesse Jene Unternehmen, die extreme Vernetzung zum Bestandteil ihrer Firmenstrategie machen, sind in der Lage sichere Geschäftsprozesse mit jedermann, zu jeder Zeit, an jedem Ort und in jedem Format zu beschleunigen. Ein gesteuerter und transparenter Informationsaustausch verschafft Kontrolle darüber, wie Information innerhalb eines Firmennetzwerks verbreitet wird. Durch Sicherstellen der Datenintegrität und eingebaute integrierte Sicherheitslösungen können Transaktionen sicher ausgeführt und Informationen geteilt werden. Das schafft entscheidende Wettbewerbsvorteile und trägt zur Wertschöpfung im Unternehmen bei. Für ein effektives Management des wachsenden Datentransaktionsvolumens vertrauen Firmen zunehmend auf Cloud-basierte Lösungen für den Datenaustausch wie z.B. elektronischem Fax oder Managed File Transfer (MTF). Damit lassen sich auch die Kosten im Griff halten. Wir haben OpenText Business Network mit einer Reihe von Verbesserungen und Ergänzungen aufgerüstet, darunter: B2B-Integration mit aktiven Anwendungen für den Procure-to-Pay-Prozess: Als neues Feature in Release 16 erlaubt Logistics Track & Trace (Sendungsverfolgung) das Nachverfolgen von physikalischen Warenströmen und erhöht so die Transparenz der gesamten Lieferkette. Unternehmen können mit der Funktion Dynamic Pipeline Calculation (Dynamische Pipeline Kalkulation) während des gesamten Transportweges stets aktuelle Ankunftszeiten von Waren ermitteln. Das Deductions Management (Abzugsmanagement) hilft US-amerikanischen Einzelhändlern doppelte Abzüge zu erkennen und zu eliminieren und reduziert mögliche Auseinandersetzungen oder kostspielige Korrekturprozesse. Trading Grid Analytics (Händlernetz-Analysen): Die Einbindung von Händlernetz-Auswertungen für Managed Services und Active Applications liefert zusätzliche Details zu operativen Kennzahlen und der Leistungsfähigkeit der Lieferkette. Fax2EDI & Email2EDI: Kunden können Standardinformationen ihrer Handelspartner direkt erfassen und damit den Waren- und Informationsfluss sowie den Geschäftsverkehr innerhalb des Händlernetzes verschlanken. OpenText Release 16 vereint Services und Technologien und unterstützt Unternehmen bei der Vernetzung und dem Austausch von relevanten Geschäftsdaten in einer sicheren, verlässlichen und skalierbaren Umgebung. Das Paket ist ein praktisches Beispiel für extreme Vernetzung und unterstützt informationsgetriebene Unternehmen, die auf tiefergehende Prozessunterstützung und reichhaltigere Datenanalysen in einem erweiterten Handelsumfeld setzen. Hier (Englisch) erfahren Sie mehr über OpenText Release 16. Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt.

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Was wir von Zappos.com über die Lieferkette lernen können

lieferkette

E-Commerce gehört auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu den Erfolgs-Storys. Online Shopping ist für viele eine bequeme Möglichkeit, vor allem Non-Food Produkte einzukaufen. Gemütlich von daheim suchen, stöbern, finden – und kaufen. Eine aktuelle Studie von Statista und EHI hat ermittelt, dass sich die Top-100 des deutschen Onlinehandels 2015 über ein sattes Umsatzplus von 13 Prozent freuen durften. Ähnlich sieht es in Österreich und der Schweiz aus. Der E-Commerce ist damit dem Rest des Einzelhandels in puncto Wachstumsraten weit voraus. Erfolgreiche Online-Versandhändler Der erfolgreichste, weil beliebteste, Online-Versandhändler ist nach wie vor Amazon. Das zeigt, wie eng Beliebtheit und Erfolg im E-Commerce miteinander verknüpft sind. Auch die Otto Group, Nummer Zwei auf der Beliebtheitsskala, spielt ganz vorne mit. Und noch ein Unternehmen ist aus dem Onlinehandel nicht wegzudenken: Zalando. Der Versandriese für Schuhe und Mode will von den enormen Wachstumschancen des E-Commerce profitieren und seinen Umsatz verfünffachen. Ein solches Wachstum braucht auch eine effektive Logistik und eine funktionierende Lieferkette. Als Musterbeispiel der Branche gilt der amerikanische Online-Versandhändler Zappos.com. Tony Hsieh ist der CEO von Zappos.com, einem der größten Online-Schuhhändler in den USA. Der Inhalt seines Bestsellers Delivering Happiness (Englisch) wurde bereits vielfach diskutiert. Für die meisten Leser waren die Erläuterungen zur starken Unternehmenskultur und dem überragenden Kundenservice die Kernaussagen des Buches. Aber wir können von Zappos.com auch eine Menge über das Supply Chain Management lernen. Streckengeschäfte Ursprünglich nutzte Zappos bei möglichst vielen Kunden sogenannte Streckengeschäfte (Englisch). Bei Streckengeschäften liefert der Hersteller direkt an den Kunden, der Händler vermittelt lediglich den Verkauf eines Produktes und leitet die Bestellung weiter. Im Jahr 2003 wickelte Zappos 25% seiner Verkäufe über dieses Modell ab. Tony erklärt: „Streckengeschäfte waren leicht verdientes Geld. Da wir kein Warenlager unterhalten mussten, gab es für diesen Bereich unseres Unternehmens auch kein Lagerhaltungsrisiko oder Cashflow-Probleme. Im Kundenservice-Bereich sah das allerdings ganz anders aus. Die Bestandslisten, die wir von den Lieferanten der Streckengeschäfte bekamen, stimmten bestenfalls zu 95%. Das heißt, wir konnten mindestens 5% der Bestellungen aus dem Streckengeschäft nicht erfüllen. Zudem arbeiteten die Versandabteilungen der verschiedenen Marken bei weitem nicht so schnell und exakt wie unser eigenes Lager WHISKY. Wir hatten daher eine Menge unzufriedene und enttäuschte Kunden.“ Schon während der frühen Dot.com-Ära musste Zappos feststellen, dass die meisten Marken, die sie in ihr Sortiment aufnehmen wollten, für Streckengeschäfte nicht geeignet waren. Die Hersteller hatten die Logistik komplett auf die Belieferung großer Distributionszentren (oder Ladengeschäfte) von Einzelhändlern ausgerichtet. Darüber hinaus waren die beliebteren Schuhmodelle der großen Marken, die Streckengeschäfte abgewickelt hätten, oft ausverkauft. Aufgrund der Vorteile bei der Lagerhaltung und für den Cashflow nutzen viele Einzelhändler im B2C-Onlinehandel nach wie vor Streckengeschäfte. Am Beispiel von Zappos können Sie aber erkennen, dass dieses Vorgehen viele Nachteile im Kundenservice mit sich bringt. Lagerhaltung und Bestandsverwaltung Anfänglich hatte Zappos die Auftragsabwicklung und die Bestandsverwaltung an eLogistics ausgelagert. Das Internet-Unternehmen hatte sich direkt neben dem WorldPort Logistikzentrum von UPS in Kentucky angesiedelt. Durch die Nähe zum UPS-Logistikzentrum konnte eLogistics kürzere Lieferfristen und niedrigere Versandkosten anbieten. Doch je größer Zappos wurde, desto unzufriedener war das Management mit eLogistics. Folgerichtig wurden die Bereiche Lagerhaltung und Versand in die interne Zuständigkeit übernommen. Zappos eröffnete ein eigenes Warenlager und trat damit in direkten Wettbewerb zu eLogistics. Der Logistik-Anbieter musste am Ende schließen. Die Entscheidung erklärt Tony so: „Als E-Commerce-Unternehmen hätten wir die Lagerhaltung eigentlich von Anfang an zu einer unserer Kernkompetenzen machen sollen. Diesen Bereich an einen Drittanbieter auszulagern und darauf zu vertrauen, dass diesem unsere Kunden genauso wichtig sind wie uns, war einer unserer größten Fehler.“ Ein weiterer interessanter Aspekt der Logistik-Prozesse in der Lieferkette von Zappos: Auftragsabwicklung und Lieferzeiten haben oberste Priorität, weit vor klassischen Kennzahlen wie dem Warenumschlag. Tony kommentiert den Sachverhalt so: „Unser Lager arbeitet rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr. Das ist wahrscheinlich nicht die effizienteste Art der Lagerhaltung […] aber wir streben ja auch nicht den effektivsten Warenumschlagwert an. Wir wollen das bestmögliche Kundenerlebnis erreichen. Im E-Commerce bedeutet das unter anderem, die Waren so schnell wie möglich an unsere Kunden zu liefern.“ Lieferantenbeziehungen – für eine optimale Lieferkette Der möglicherweise faszinierendste Aspekt der Supply-Chain-Prozesse von Zappos ist das Lieferanten-Programm. Zappos betrachtet seine Lieferantenbeziehungen ganz anders als die meisten Einzelhandelsunternehmen. „Lieferanten werden in unserer Branche in der Regel wie Feinde behandelt. Ein respektloser Umgang, unbeantwortete Anrufe, Wartezeiten trotz fest vereinbarter Termine und die Erwartung, dass sie bei Geschäftsessen selbst bezahlen, sind die Norm. Sie werden angeschrien, beschuldigt und missbraucht […] Alles, um den günstigsten Preis aus ihnen herauszupressen.“ Zappos scheint dagegen verstanden zu haben, was Martin Christopher von der Cranfield University so oft predigt: Nicht Unternehmen konkurrieren, sondern Supply Chains (Englisch). In seinem Buch schreibt der Zappos-Manager dann auch folgerichtig: „Wenn ein Lieferant keine Gewinne macht, kann er auch nicht in Forschung und Entwicklung investieren. Dementsprechend sind seine Produkte auf dem Markt weniger attraktiv für die Konsumenten. In weiterer Folge schadet das auch dem Einzelhändler, weil die Kunden keinen Kaufanreiz haben. Da die Gewinnspanne beider Seiten beschränkt ist, wird versucht zu verhandeln und die Kosten zu senken. Es entsteht eine Abwärtsspirale, an der die meisten Einzelhandelsunternehmen scheitern.“ Kommen Lieferantenvertreter in die Zappos-Zentrale, werden sie mit einem Wagen vom Flughafen abgeholt, erhalten eine Führung durch die Büros und werden stets zum Essen eingeladen. Tony erklärt: „Die Vorteile, die uns durch den Aufbau guter Lieferantenbeziehungen entstanden sind, sind immens […] Wenn die Bestände knapp werden, helfen sie uns, gefragte Produkte aufzutreiben […] Sie arbeiten eng mit unserem Marketing-Team zusammen, damit wir die richtigen Kampagnen an den richtigen Stellen platzieren können.“ Die Philosophie der Zusammenarbeit, die Zappos mit seinen Lieferanten innerhalb seiner Lieferkette pflegt, umfasst auch den B2B-E-Commerce und die Information Supply Chain. Darüber schreibt der Zappos-Manager in seinem Buch: „Im Einzelhandel werden Informationen normalerweise gehortet, geheim gehalten und als Druckmittel gegen die Lieferanten eingesetzt, um mehr aus diesen herauszuholen. Ein Einzelhandelsunternehmen möchte nicht, dass der Lieferant seine geschäftliche Situation kennt – er könnte ja mehr verlangen. Indem wir aber wirkliche Transparenz schaffen, können sie uns unterstützen und selbst von dieser Unterstützung profitieren […] Die Lieferanten sehen Lagerbestände, Verkaufszahlen und Profitabilität. Sie können unserem Einkauf mögliche Bestellungen unterschriftsreif vorbereiten […] Im Endeffekt geben wir ihnen die Schlüssel zu unseren Läden.“ Zugegeben: Ein solches Maß an Vertrauen und Zusammenarbeit in einer Lieferkette sieht man im Einzelhandel selten. Und ich frage mich, warum nicht mehr Supply Chains auf diese Art kooperieren. Hat das Geschäftsmodell von Zappos irgendein Geheimnis, weil sie Lieferanten faire Gewinnspannen und ein hohes Maß an Transparenz bieten – während andere Mode- und Schuh-Versandhäuser damit Probleme haben? Was denken Sie? Diskutieren Sie mit uns! Dieser Text wurde aus dem Englischen übersetzt.

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Ist Ihre B2B-Integration schon ausgereift?

B2B-Integration

Eine effiziente Lieferkette ist ein Wettbewerbsvorteil. Die Automatisierung von Prozessen zwischen Kunden und Lieferanten durch B2B-Integration ist dabei ein wesentlicher Effizienzbaustein. In diesem Beitrag beschäftige ich mich noch einmal mit der von SCM World veröffentlichten Studie „The B2B Integration Path: A Roadmap for Business Value Generation“. Ein Ergebnis dieser Umfrage lautet: Firmen, die eine höhere Stufe der B2B-Integration erreicht haben, sind auch in den Bereichen Lagerumschlag, Forderungslaufzeiten, Bestellabwicklung und Kapitalbindungsdauer effektiver. Auf Stufe vier (relationsbezogen) befanden sich allerdings nur 16% aller befragten Unternehmen. Keiner der Teilnehmer erreichte die höchste Stufe fünf (generativ) im Reifeprozess der B2B-Integration. Die Studie behandelt den gesamten Reifeprozess und kann hier herunterladen werden. Der Schritt von „Analytisch“ zu „Relationsbezogen“ Auf der dritten, analytischen Stufe des Reifeprozesses der B2B-Integration (Englisch) gewinnen Unternehmen „gemeinsame Erkenntnisse, indem Nachfrage- und Angebots-Daten digital verknüpft, zusammengefasst und analysiert werden“. Auf der vierten Stufe (relationsbezogen) haben die Unternehmen ein funktionierendes Netzwerk aufgebaut, in das die meisten Geschäftspartner aus vielen mehrschichtigen Angebots- und Nachfrage-Netzwerken integriert sind. Mehr Details zur Definition der einzelnen Stufen finden Sie in meinem Blog-Post zu den fünf Stufen des Reifezyklus der B2B-Integration (Englisch). Aber wie entwickelt sich ein Unternehmen von Stufe drei zu Stufe vier? Unsere Studie hat drei Aspekte des Reifeprozesses untersucht (Mitarbeiter, Prozesse und Technologie). Es stellte sich heraus, dass sich Unternehmen auf Stufe drei in mehreren Punkten von Unternehmen, die die vierte Stufe erreicht hatten, unterscheiden. Mitarbeiter Im Personalbereich zeigen Firmen in Stufe vier zum einen Veränderungen bei der Entscheidungsfindung und liefern zum anderen eine veränderte wirtschaftliche Begründung für ihre B2B-Aktivitäten. Zu Punkt eins: Die Abstimmung von Entscheidungsprozessen auf Basis von B2B-Integration (Englisch) verläuft zentralisierter. In Stufe vier war der Anteil der Unternehmen, die ihre Entscheidungen in hohem Umfang firmenübergreifend abstimmen, um 32% höher als in Stufe drei. Das bedeutet: Entscheidungen, die auf B2B-Integration beruhen, weiten sich in Stufe vier aus und werden innerhalb des B2B-Integration-Netzwerks gemeinsam mit Geschäftspartnern entlang der gesamten Lieferkette getroffen. Zum anderen verändert sich die Begründung für Maßnahmen zur B2B-Integration in Richtung gemeinsamer Geschäftsentwicklung. 74% der Unternehmen in Stufe vier bezeichnen dies als Hauptgrund für die Integration im Vergleich zu nur 15% in Stufe drei. Prozesse Bei den Prozessen fällt eine Verbesserung bei Fehlerberichten auf. Reaktive Prozesse verlagern sich bei 50% der befragten Unternehmen auf Stufe vier hin zu Echtzeit-Berichten (gegenüber 33% auf Stufe drei) und einer teilweise automatisierten Behandlung von Ausnahmen (eine Steigerung um 13% von Stufe drei zu vier auf 33%). 43% der Betriebe in Stufe vier verarbeiten digitale Transaktionen in Echtzeit, was nur bei 3% der Unternehmen in Stufe drei der Fall ist. Technologie Es gibt drei bemerkenswerte technologische Unterschiede zwischen den Unternehmen der Stufe drei und vier. Erstens verfügen Firmen in Stufe vier über ein besseres Kennzahlen-Reporting. 25% der befragten Unternehmen setzen Predictive Analytics über das gesamte, mehrschichtige Angebots- und Nachfrage-Netzwerk ein, statt lediglich Standard-KPIs in bestimmten Intervallen zu veröffentlichen. Das erklärten nur 4% in Stufe drei. Der zweite Unterschied betrifft Verbesserungen bei der Datensammlung und -verwaltung. In Stufe vier berichten 62% der Betriebe von einem umfassenden, unternehmensübergreifenden Datenaustausch. In Stufe drei waren es im Vergleich dazu nur 8%. Und drittens unterscheiden sich Unternehmen in Stufe vier von jenen in Stufe drei im Bereich Compliance und Audits. In Stufe vier ist der Anteil an Firmen mit einem netzwerkbasierten Compliance Management System um 35% höher. Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt.

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Studie B2B-Integration: Wie reif sind Unternehmen im Durchschnitt?

B2B integration

Als Service-Provider für B2B-Integration werden wir oft gefragt: „Was machen denn andere Firmen für die B2B-Integration?“ Wenn wir über den Reifegrad der B2B-Integration (Englisch) sprechen, wollen wir natürlich wissen, wie wir im Vergleich zu anderen dastehen. Tatsächlich lautet eine Definition von „reif sein“ auch „den anderen in der Entwicklung voraus sein“. Dieser Post befasst sich mit der aktuellen Studie „The B2B Integration Path: A Roadmap for Business Value Generation“ von SCM World (Englisch). Die Umfrage behandelt die Entwicklungen und Charakteristiken von Firmen, die sich in der Mitte des Reifezyklus der B2B-Integration befinden. Von den befragten Unternehmen wurden 70% der mittleren oder analytischen Stufe zugeordnet. Damit ist diese Stufe der Durchschnittswert der B2B-Integration, den wir für unseren Vergleich nutzen. Die vollständige Studie beleuchtet den gesamten Reifeprozess und kann hier herunterladen werden. Der Schritt von „Informationsbezogen“ zu „Analytisch“ Auf der zweiten (informationsbezogenen) Stufe des Reifeprozesses der B2B-Integration sind die Unternehmen nur mit einigen wenigen wichtigen Geschäftspartnern digital vernetzt. Die Sicht auf die Supply Chain ist also nur begrenzt. In der dritten Stufe (analytisch) gewinnen die Organisationen „gemeinsame Erkenntnisse, indem Nachfrage- und Angebots-Daten digital verknüpft, zusammengefasst und analysiert werden“. Mehr Details zur Definition der einzelnen Stufen finden Sie in meinem Blog-Post zu den 5 Stufen des Reifezyklus der B2B-Integration (Englisch). Wie entwickelt sich nun ein Unternehmen von Stufe zwei zu Stufe drei? Unsere Studie hat dafür drei Faktoren des Reifeprozesses (Mitarbeiter, Prozesse und Technologie) untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass sich Unternehmen, die sich auf Stufe zwei befinden, in mehreren Punkten von jenen auf der dritten Stufe unterscheiden. Personal Im Bereich Personal gibt es zwei wesentliche Unterscheidungsmerkmale zwischen Stufe zwei und Stufe drei. Zum einen verfügen Unternehmen der Stufe drei bereits über funktionsspezifische oder funktionsübergreifende B2B-Expertise. Nur 29% der Unternehmen in der zweiten Stufe haben bereits B2B-Expertise aufgebaut, gegenüber 78% bei Unternehmen in Stufe drei. Zum anderen geht es um den Einsatz von B2B-Spezialisten. In Stufe zwei waren die B2B-Spezialisten bei 61% der Firmen auch noch mit anderen Aufgaben betraut – nur 17% Prozent der befragten Unternehmen beschäftigten ausschließlich für B2B zuständige Mitarbeiter. Anders bei Stufe drei: nur 22% der Unternehmen haben keine fest zugeordneten B2B-Ressourcen. Der Großteil (78%) beschäftigt zumindest einige B2B-Spezialisten. Prozesse Wenn es um Prozesse geht, weisen Unternehmen der Stufe drei eine signifikant höhere digitale Vernetzung mit Geschäftspartnern auf. Zudem ist die Zeitspanne für die Integration neuer digitaler Partner deutlich kürzer. Von den Studienteilnehmern der Stufe zwei waren nur 34% der Unternehmen mit mehr als 20% ihrer Geschäftspartner digital vernetzt. In Stufe drei steigt dieser Prozentsatz auf 83%. Für das On-Boarding neuer Handelspartner benötigten 68% der Stufe-drei-Betriebe mehr als vier Wochen. Kein einziges Unternehmen der Stufe zwei konnte sich in weniger als zwei Wochen mit einem neuen Geschäftspartner vernetzen. Im Unterschied zu Unternehmen der Stufe drei: gut über die Hälfte (60%) integrierten neue Partner in weniger als vier Wochen, 23% sogar in unter zwei Wochen. Technologie Wenn es um Technologien geht, unterscheiden sich die beiden Stufen zuerst bei der Standardisierung der Tools. 62% der Unternehmen in Stufe zwei haben keine Tools für die B2B-Integration definiert. In Stufe drei trifft das nur auf 10% der Unternehmen zu. Stattdessen berichten 44% der Betriebe in Stufe drei, die wichtigsten Tools wären definiert und würden an den jeweiligen Standorten auch durchgängig eingesetzt. Und weitere 42% sagen, sie hätten die wichtigsten Tools definiert und würden sie auch standortübergreifend durchgängig nutzen. Der Schritt zu Stufe drei bedeutet gleichzeitig auch die Verabschiedung der hergebrachten Transaktionsmodelle Papier, Fax, Telefon und E-Mail. In Stufe drei bezeichnen lediglich 11% der Unternehmen diese Modelle als primäre Vorgehensweise, in Stufe zwei sind es noch fast die Hälfte (45%). Die Transaktionen verlagern sich stark in Richtung EDI (elektronischen Datenaustausch, Englisch) und Portale. Von den Betrieben in Stufe zwei kommunizieren nur 14% hauptsächlich elektronisch, von den Unternehmen in Stufe drei bereits 50%. Letztendlich weisen Unternehmen, die sich von Stufe zwei zu Stufe drei entwickeln, eine vermehrte Einbindung ihrer Geschäftsprozesse in ERP-Systeme auf. In Stufe zwei haben 90% der Unternehmen entweder gar keine oder nur wenige Geschäftsprozesse in ERP-Systemen abgebildet. In Stufe drei werden dagegen bei 61% der Unternehmen alle oder zumindest die meisten Transaktionen in ERP-Systemen dargestellt.

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Was für eine ECM-Lösung in der Cloud spricht

ECM-Lösung

Globale Unternehmen müssen wettbewerbsfähig bleiben und kontinuierlich an der Verbesserung der Kundenerfahrung arbeiten. Die Schlüssel zum Erfolg moderner Firmen, die den Anforderungen ihrer Stakeholder gerecht werden wollen, sind Skalierbarkeit, Flexibilität und Agilität. Zu den wichtigsten Aufgaben, auf die sich Unternehmen heute konzentrieren, gehört die Rund-um-die-Uhr-Bereitstellung von unternehmensrelevanten Informationen an alle Beteiligten – Mitarbeiter, Partner und Kunden. Bei ihren Strategien für Enterprise Content Management (ECM) setzen die globalen Player zunehmend auch auf die Cloud. Die Ausweitung von ECM in die Cloud, hybride Cloud-Szenarien und Cloud-to-Cloud-Implementierungen ist der nächste Schritt auf dem Weg zu einer digitalen Transformation, die sicherstellt, dass Informationen von jedem Standort aus verfügbar, zugänglich und teilbar werden. Wenn Sie Ihr ECM in der Cloud bereitstellen (Englisch), sorgen Sie dafür, dass interne wie externe Teams rund um den Globus jederzeit ungehindert auf Ihren Content zugreifen können. Ihr Unternehmen wird agil und flexibel – und Sie sparen Kosten. Unsere Kunden diskutieren bei der Erwägung der Cloud oder einer hybriden Cloud-Lösung über die oben genannten Vorteile Wie ein Sprecher der Flughafenbehörde des Großraums Toronto – GTAA (Englisch) erklärt: „Mit dem Schritt in die OpenText Cloud stehen uns eine ganze Reihe zusätzlicher Optionen zur Verfügung – von neuen Dienstleistungsangeboten über schnellere Upgrades bis hin zur Einführung neuer Technologien. Wir konnten nachweisen, dass wir in der Cloud Kosten sparen. Aber das ist noch nicht alles: Wir profitieren auch von den Innovationen im Bereich Informations-Management, die die Cloud ermöglicht.“ In einer aktuellen Studie der AIIM (Association of Information and Image Management, Englisch) wurde ermittelt, dass fast Dreiviertel aller Unternehmen, die sich für die Cloud entschieden haben, Kosten sparen. Viele Umfrageteilnehmer erklärten jedoch, dass dieses Einsparpotenzial nicht der einzige Grund ist, der für die Cloud spricht. Die AIIM-Studie zeigt zudem, dass das Vertrauen in Cloud-Applikationen steigt. 73% der Befragten gehen davon aus, dass Cloud-Provider einen höheren (48%) oder ähnlichen (27%) Sicherheits-Level aufweisen, wie ihn ihre standortbasierten Managed Services bieten. In dem AIIM-Report Harness the Power of the Cloud to Amplify the Value of Enterprise Content Management (Englisch) finden Sie weiterführende Statistiken und Insights, die Ihnen dabei helfen, die Cloud in puncto ECM zu evaluieren. Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt.

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Die Zukunft der Information: OpenText Suite 16 – von Engagement zu Erkenntnissen

Die OpenText Suite 16 besteht aus vier Enterprise Information Management (EIM) Suiten: Content Suite, Process Suite, Experience Suite und Analytics. Jedes Softwarepaket enthält ein Set von integrierten Produkten und kann entweder lokal, als Abonnement in der OpenText Cloud oder als Managed Service eingesetzt werden. Wir haben auch mehr als ein Jahr Arbeit in die durchgehende Integration von Analytics-Tools in OpenText Release 16 gesteckt Unser erklärtes Ziel: Wir wollten alle Softwarepakete mit Analysefunktionen ausstatten, damit Sie aus Ihren Unternehmensdaten nützliche Erkenntnisse gewinnen können. Zusätzlich bieten wir ein eigenes Paket mit integrierbaren Analyse-Tools für detailliertere Auswertungen. Neben den EIM-Softwarepaketen enthält dieses Release auch AppWorks™ – eine Entwicklungsplattform für IT-Organisationen, die den Prozess von der Anforderungsspezifikation bis zur fertigen Lösung beschleunigt. Damit unsere Kunden ihre Unternehmensdaten noch umfassender regulieren können, erfasst OpenText Release 16 jetzt den Informationsfluss weiterer Prozesse, zum Beispiel Bestelleingang-Disposition, Erstellung-Verbrauch, Beschaffung-Bezahlung und Ereignis-Auswirkung. Mit über 1.000 Integrationsschnittstellen ist die OpenText Suite 16 die derzeit am stärksten integrierte digitale Plattform am Markt Selbstverständlich kann jedes Softwarepaket mit bereits vorhandenen EIM-Anwendungen und -Lösungen außerhalb von OpenText verknüpft werden, damit sich Ihre Investitionen auch bezahlt machen. Unsere kostengünstige, systemoffene Cloud unterstützt zahlreiche häufig eingesetzte Datenbank- und Webserver-Formate. Damit reduzieren sich die Kosten für die darunterliegende Software-Infrastruktur erheblich. Mit OpenText Suite 16 stehen unseren Kunden, und solchen die es werden wollen, eine ganze Reihe innovativer Funktionen mit beträchtlichem Mehrwert zur Verfügung. Die einzigartige Kombination aus Verfügbarkeit in der Cloud, systemoffener Cloud, massiv erweitertem Funktionsumfang und noch stärkerer Integration macht OpenText Release 16 zum Produkt der Wahl für alle Unternehmen, die mit ihrem EIM-System einen Schritt weiter gehen wollen. Erfahren Sie mehr unter www.opentext.com/16 (englisch) Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt. 

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Wie B2B-Integration die Widerstandsfähigkeit Ihrer Lieferkette erhöht

Integration von B2B-Services

Unternehmen, die globale Lieferketten unterhalten, sehen sich ständig mit Herausforderungen konfrontiert. Auf der Enterprise World 2016 habe ich mich in einem meiner Vorträge mit dem Management von Störfällen beschäftigt und aufgezeigt, wie die Integration von B2B-Services die Widerstandsfähigkeit moderner Supply Chains stärken kann. Schauen wir uns kurz an, warum die Bewältigung von Störfällen über die gesamte Lieferkette hinweg heute zu den Topprioritäten von Unternehmen rund um den Globus gehört. Im Jahre 2011 waren die globalen Lieferketten von zwei großen Naturkatastrophen betroffen – dem Erdbeben in Japan und den Überschwemmungen in Thailand. Die Ereignisse setzten eine Reihe von Initiativen in Gang. Das Ziel: die Supply Chains in der ganzen Welt zu stärken. Dazu gehörten sowohl operative Verbesserungen wie die des Informations-Managements. Die Unterbrechung von Versorgungsketten hat in den letzten fünf Jahren für Unruhe in Unternehmen gesorgt Auch die Aufsichtsbehörden beschäftigen sich intensiver mit der Thematik und untersuchen, wie Unternehmen eine Katastrophe bewältigen und welche Pläne sie entwickeln, um künftige Unterbrechungen ihrer Lieferketten in Grenzen zu halten. Vor zehn Jahren konzentrierten sich Unternehmen auf die Wiederherstellung nach einem Notfall. Heute wollen sie wissen, wie sie ihr Geschäft auch während einer Störung weiterbetreiben können. Dieser Prozess wird als Business Continuity Management (BCM) bezeichnet und ist in den letzten Jahren immer stärker nachgefragt – besonders, wenn es um die mit der Lieferkette verbundenen Tätigkeiten geht. Unternehmen, die BCM integriert haben, können sich vom jedem Störfall erholen – und das gilt zunehmend als Differenzierungsmerkmal zum Wettbewerb Eine Person, die diese Rolle im Unternehmen ausübt, wird auch als ‘Master of Disaster’ bezeichnet – ein einziger Ansprechpartner im Unternehmen, an den sich die Mitarbeiter während einer Krise wenden können und der dafür verantwortlich ist, die durch den Notfall betroffenen Geschäftsprozesse zu managen. Um ihr Business Continuity Management zu optimieren, haben insbesondere Hersteller eine Reihe von Verbesserungen für den Betrieb ihrer globalen Lieferketten eingeführt. Dazu gehören beispielsweise der Bau von nahegelegenen Produktionsstätten, die Verlegung ihrer Produktion in neue Märkte, die nicht von Naturkatastrophen betroffen sind, doppelte Beschaffungsstrategien und ‚globale Fertigungsbereiche‘, die schnell aktiviert werden können, wenn ein Standort ausfällt. Mehr Informationen zu diesen operativen Initiativen finden Sie in diesem Blog-Post. Unternehmen haben ihre ICT-Umgebungen unter B2B- und Information-Management-Gesichtspunkten umstrukturiert, um diese widerstandsfähiger für künftige Unterbrechungen der Lieferkette zu machen Bei OpenText beobachten wir seit 2011, dass Kunden in Japan weg von einheimischen Software-basierten B2B-Umgebungen, die in Datencentern in Japan gehostet werden, hin zu Cloud-basierten Lösungen streben, die in Datencentern rund um die Welt gesichert werden. So haben zum Beispiel einige japanische Consumer-Electronics-Hersteller ihre B2B-Vorgänge in die Cloud verlegt und etliche B2B-Netzwerke zudem auf der OpenText™ B2B Managed Services Plattform konsolidiert. Unternehmen haben sich neben dem Umzug in die Cloud natürlich auch ihre Prozesse für Backups und die Wiederherstellung von Daten vorgenommen. Sie haben ihre Lieferantenkontakte und Kollaborationsprozesse optimiert. Und sie haben nach Wegen gesucht, um die End-to-End-Lieferkette transparenter zu machen. Die Unternehmen haben sich grundsätzlich auf drei Kernbereiche konzentriert, um das Informations-Management zu optimieren – speziell hinsichtlich einer höheren Flexibilität ihrer B2B-Infrastruktur, mehr Transparenz und einer besseren Zusammenarbeit. Allen Anstrengungen vieler japanischer Hersteller zum Trotz, erlitten die globalen Lieferketten am 16. April 2016 bei einem neuerlichen Erdbeben im Süden des Landes (7,3 auf der Richterskala) wieder einen herben Schlag. Nissan, Toyota, Honda, Bridgestone, Sony und Renesas mussten ihre Anlagen stilllegen, um die Schäden zu ermitteln. Zudem hatte das Erdbeben zwei Werke von Aisi Seiki beschädigt, einem Zulieferer von etlichem Karosseriekomponenten und Druckgussmotorenteilen für Nissan. Auch im entfernteren Umfeld traten Probleme auf. Aufgrund der eingeschränkten Lieferung von Einzelteilen aus Japan musste das Nissan-Werk in Großbritannien die Produktion tagelang aussetzen. In Nordamerika standen Anlagen von GM nach dem Erdbeben zwei Wochen lang still. Das Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie sich ein Erdbeben auf Fertigungsbetriebe auswirken kann und wie sich ein Störfall durch gesamte Infrastruktur der globalen Lieferkette zieht. Es zeigt außerdem, dass sich die Managementverfahren zur Stabilisierung einer Lieferkette im Notfall – trotz aller bisherigen großen Anstrengungen – noch weiter verbessern lassen OpenText bietet eine breite Palette an Lösungen für Enterprise Information Management (EIM). Auf Basis dieser Technologie wurde aktuell auch ein Election Tracker entwickelt, der die öffentliche Stimmung während der Präsidentschaftswahlen 2016 analysiert. Ich wollte wissen, ob unsere Technologie auch dafür eingesetzt werden kann, das Supply-Chain-Management im Krisenfall zu verbessern. Im Weiteren geht es nun um das Szenario und die Lösung – eine Disruption Management Solution (DMS). Die DMS bietet eine hochvisuelle und intuitive Methode, die es ermöglicht, größere Unterbrechungen in der Lieferkette zu überprüfen, betroffene Zulieferer zu identifizieren und im Fall des Falles Alternativlieferanten zu beauftragen. Der nachfolgende Ansatz ist noch rein konzeptionell, aber die zugrunde liegende Technologie des Zugriffs auf Informationen und ihrer Darstellung ist bereits Teil des heutigen OpenText EIM-Portfolios. Die DSM-Dashboard-Homepage auf dem ersten Screenshot besteht aus zwei Bereichen: ein Fenster auf der linken Seite mit einem direkten News-Feed aus anerkannten und vertrauenswürdigen Quellen hebt drei Störfalltypen hervor: Erdbeben, Tsunamis und soziale Unruhen. OpenText™ InfoFusion wird eingesetzt, um nach Webseiten zu suchen, die sich auf Naturkatastrophen beziehen (News-Feeds und Regierungsbehörden). Diese Informationen werden aggregiert und in einem entsprechenden Tab zur näheren Prüfung angezeigt. Das Fenster auf der rechten Seite beinhaltet ein Karten-Plug-In. Die diversen Informationen zu den Supply-Chain-Abläufen eines Herstellers können darübergelegt werden.   Die DMS hat, verbunden über das InfoFusion-Panel auf der linken Seite, ein starkes 6,9-Beben entdeckt. Der Längen- und Breitengrad des Bebens wird mit den globalen Anlagenstandorten abgeglichen. Die Standorte werden mit einer geographischen Markierung versehen und mit roten Pins hervorgehoben, die über die Karte eingeblendet werden. In nächster Nähe des Erdbebens befindet sich die Anlage im thailändischen Bangkok. Wenn wir auf das weiße „Thailand“-Feld auf der Karte klicken, öffnet sich der zweite Screen (siehe unten). Dieser Teil der DMS zeigt eine nähere Ansicht des betroffenen Standorts – in unserem Fall Bangkok. InfoFusion füllt die beiden Fenster links unten mit der Identifizierung des Standorts sowie Art und Umfang des Störfalls. Das Panel oben rechts informiert über den Zustand der lokalen Transportinfrastruktur, speziell der Flughäfen, Straßen, Schienennetze und Seehäfen. Mit Hilfe von InfoFusion würden relevante Informationsdienste von Behörden durchkämmt, um den Zustand der oben genannten Transportinfrastrukturen zu ermitteln. InfoFusion kann diese Informationen durch die Beobachtung relevanter News-Feeds oder Social-Media-Seiten wie Twitter mit weiteren Daten unterfüttern. Ist der Zustand aller Transportnetze einmal ermittelt, wird er über die OpenText™ Big Data Analytics (BDA) Lösung grafisch dargestellt Im nächsten Schritt würde InfoFusion diese News-Quellen nach einer voreingestellten Frequenz zusammenfassen, und das auf Analytics basierende Grafik-Panel würde dementsprechend aktualisiert. Auf ähnliche Weise durchforstet InfoFusion auch die Newsquellen von Logistik-Drittanbietern (3PL) und ihre Websites nach ihrer Einsatzfähigkeit. Ein einfaches Ampelsystem zeigt den Zustand ihrer logistischen Infrastruktur an. In diesem Beispiel wäre UPS der einzige nicht betroffene 3PL-Provider.   Die Karte zoomt automatisch in die betroffene Region. Die Kontaktdaten von allen Lieferanten werden in OpenText™ Active Community vorgehalten, darunter die Adressen von Büros oder Anlagen. Diese Kontaktinformationen können in einer vorgegebenen Frequenz über eine API-Schnittstelle als XML-Datei aus Active Community exportiert werden. Um sicherzustellen, dass alle kürzlich hinzugekommenen Handelspartner erfasst sind, erfolgt dieser Export mindestens einmal am Tag. Ein einstellbarer Scroll-Balken unter der Karte zeigt dem Anwender, welche Lieferanten in der beeinträchtigten Zone möglicherweise betroffen sind. Mit dem Scroll-Balken lassen sich unterschiedliche Distanzen zum Epizentrum des Bebens einstellen – in unserem Fall ein Erdbeben der Stärke 6,9. Der gewählte 25-Meilen-Radius (ca. 40 KM) um das Beben wird mit den Anlagenstandorten, die aus der Active Community exportiert wurden, abgeglichen. Ein Match wird geographisch markiert und als roter Pin über die Karte gelegt. In unserem Beispiel handelt es sich um sieben betroffene Lieferanten. Nun können wir einen davon auswählen und uns genauer anschauen, in welcher Weise welche Lieferungen wahrscheinlich beeinträchtigt sind. Der Nutzer klickt dafür auf den roten „Betroffene Lieferungen“-Button, dann öffnet sich der dritten Screen.   Die betroffenen Aufträge des über Screen 2 ausgewählten Lieferanten werden unterhalb der Karte aufgelistet. Die dazugehörigen Informationen werden aus OpenText™ Active Orders gezogen. Sieben Aufträge sind gefährdet und müssen gesichert werden – zum Beispiel durch das Hinzuziehen alternativer Lieferanten, die schnell gefunden werden müssen. Der Nutzer wählt eine Order aus der Liste und klickt dann auf den „Alternative Lieferanten“-Button. Hier sind fünf Alternativen auflistet (und werden zudem mit geografisch markierten grünen Pins auf der Karte angezeigt). Nun kann der Anwender die Aufstellung der Ersatzlieferanten für die Anlage in Bangkok prüfen und den bestgeeigneten Kandidaten nach seinen Präferenzen – zum Beispiel besondere Schnelligkeit – auswählen. Was dieses Executive Dashboard leisten kann: Frühwarnung bei möglichen Versorgungsengpässen in der Lieferkette Schnellere Erkenntnisse zu potenziellen Auswirkungen einer Unterbrechung der Lieferkette auf interne wie externe Supply-Chain-Abläufe, zum Beispiel zum Zustand von Logistiknetzen. Schnellere Entscheidungsprozesse und Ausführung von Notfallplänen – Alternativlieferanten schneller identifizieren, Anlagenausfallzeiten verkürzen Grundsätzlicher Ansatz, um Störfälle in der Lieferkette zu minimieren und Produktionsausfallzeiten zu verhindern In diesem Blog-Beitrag ging es um das generelle Konzept von DMS. Unter B2B-Integration erfahren Sie mehr darüber, was die Integration von B2B-Services in puncto Flexibilität, Visualisierung und Zusammenarbeit leisten kann. Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt.

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Warum Sie das Internet der Dinge ernst nehmen müssen

Internet of Things

Die Konvergenz von Technologie und Internet hat für eine wahre Flut an innovativen Ideen gesorgt. Selbstfahrende Autos, Kühlschränke, die ihren Inhalt kennen und passende Rezepte vorschlagen, Lagerhallen, die ihre Bestände automatisch auffüllen und Geräte, die ihre eigene Wartung planen… Was nach futuristischer Science Fiction klingt, ist heute bereits Realität. Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) transformiert die uns bekannte Welt, in dem es ein gigantisches globales Netzwerk von Endgeräten und Maschinen erschafft, die alle miteinander vernetzt sind, kommunizieren und Daten austauschen. Nach aktuellen Schätzungen soll das IoT in den nächsten zehn Jahren Billionen von Dollar in die Weltwirtschaft pumpen Das rasante Wachstum des IoT wird angetrieben von kostengünstigen Sensoren und Datentransfer-Geräten (iBeacons), Cloud Computing, Analytics und Mobility. Es verspricht eine Zukunft, in der alles und jeder Teil einer hyper-vernetzten Welt ist. Obwohl viele das IoT noch für ein nebulöses futuristisches Konzept halten, ist es in der Realität längst angekommen: Wir tragen Schrittzähler, smarte Uhren und Kameras; unsere Haustiere werden mit Mikro-Chips „ausgerüstet“ und wir fahren Autos mit eingebauten Sensoren. Tragbare Technologien (Wearable Devices) werden zum Mainstream und verstärken den Trend zum so genannten „Quantified Self“ – dem datengetriebenen Wissen, das sich mit Hilfe von Technologien gewinnen lässt. Dank dem IoT werden viele unserer alltäglichen Geräte sich künftig selbst checken und mit einem Netzwerk kommunizieren – denken Sie an das vollautomatische „Ultrahaus 3000“ von Marge in der TV-Serie „Die Simpsons“. Über ein Drittel der US-amerikanischen Verbraucher besitzen und nutzen bereits IoT-Geräte wie das intelligente, selbstlernende Thermostat aus dem Hause Nest oder einen Smart-Fernseher. Verbraucher sammeln heute ihre eigenen Informationen und sie nutzen diese, um ihren Lebensstil zu verbessern Und sobald einmal alles digitalisiert und über das gesamte Internet der Dinge automatisiert ist, werden Organisationen sich ebenfalls „ihrer selbst bewusst“. Wie das „Quantified Self“ dazu in der Lage ist, gesündere Entscheidungen zu treffen, wird auch das Quantified Enterprise befähigt, strategischere Geschäftsentscheidungen auf der Basis von genaueren Informationen zu treffen. Die Auswirkungen des Internets der Dinge zu messen ist komplex, aber das Potenzial ist enorm. Weil das IoT neue Datenströme ermöglicht, sind Unternehmen, die die gigantischen Informationsvolumen verwalten und nutzen können, klar im Vorteil. In der digitalen Welt erhalten Daten einen ganz neuen Wert. In meinem nächsten Post werfe ich einen Blick auf die Chancen (und Risiken) von Daten und werde erläutern, wie Unternehmen mit Hilfe von Analytics geschäftliche Informationen in strategische Einsichten zum Wettbewerbsvorteil verwandeln können. Die Digitalisierung verändert alles. Wenn Sie mehr über „ON DIGITAL“ wissen möchten, laden Sie sich hier das kostenlose E-Book von Marc Barrenechea herunter. Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt.

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5 kostenlose Angebote für ein besseres Informationsmanagement

Informationsmanagement

Ich weiß ja nicht, wie Sie es damit halten, aber ich bin stets auf der Suche nach Gelegenheiten, um meine Urlaubskasse aufzubessern – und deshalb interessiert an allem, was es kostenlos gibt. Wenn Sie das ähnlich sehen, sind Sie vielleicht interessiert daran, die folgenden fünf kostenlosen Angebote zur Optimierung Ihres Informationsmanagements kennenzulernen. Kostenloses Tool: Messen Sie Ihre digitalen Leistungsfähigkeit IT-Manager arbeiten heute mit anderen Branchen und Anbietern zusammen, um neue Chancen für Wachstum und Innovation zu identifizieren. Dafür braucht Ihre Organisation eine einzige Plattform, die erweiterte Funktionen zur Interaktion, Zusammenarbeit und die Verwaltung von Informationen vereint und es erlaubt, unternehmensfremde Applikationen zu integrieren. Es wird höchste Zeit, dass Sie Ihre humanzentrierten Prozesse komplett digitalisieren. Verfügt Ihr Unternehmen über die notwendige Digitalkompetenz, um sich für eine erfolgreiche Zukunft aufzustellen? Nutzen Sie das OpenText Digital Readiness Assessment! Bewerten Sie Ihre digitale Fitness in einer Reihe von Fragen und Sie erhalten einen personalisierten Leitfaden sowie hilfreiche Ressourcen zur digitalen Transformation. Jetzt das Tool nutzen. Kostenlose Testversion: OpenText Core OpenText Core hat neue Features bekommen. Unter anderem können Sie jetzt Inhalte markieren, Dateien auf dem OpenText Content-Server veröffentlichen und von dort aus importieren. Außerdem haben wir die Sicherheit und die Nutzerverwaltung mit einem standortgebundenen Active Directory für Sie verbessert. Melden Sie sich jetzt für die kostenlose 90-Tage-Testversion an und legen Sie los. Kostenlose Testversion: Big Data Analytics Bessere Insights sind der Schlüssel zu jeder Digitalstrategie. Wir integrieren und betten Analytics übergreifend in unsere Suiten ein, um Ihnen dabei zu helfen, mehr aus vorhandenen Implementierungen herauszuholen. So können Sie beispielsweise Content-Analysen und -Prozesse über die Integration der Content Suite und der Process Suite durchführen. Sie möchten wissen, wie Big Data Analytics aussieht? Probieren Sie es 30 Tage lang kostenlos aus. Kostenloses E-Book: On Digital Entdecken Sie das unglaubliche Potenzial der Digitalisierung zum Nulltarif. Die Digitalisierung verändert alles. Sie zerstört ganze Branchen, entthront Marktführer und schafft neue Geschäftsmodelle. Laden Sie sich das neue Buch ‚On Digital‘ von Marc Barrenechea herunter – umsonst! E-Government or Out of Government – kostenloses E-Book Unsere Gesellschaft verändert sich. In kurzer Zeit haben wir uns in eine Technologie-versierte, informierte und mobile Bevölkerung verwandelt. Um dem digitalen Bürger von heute einen besseren Service zu bieten, müssen sich Ämter und Behörden auf der ganzen Welt auf die neue digitale Realität einlassen. Die öffentlichen Institutionen müssen sich auf neue E-Government-Technologien einstellen, um auf dem Laufenden zu bleiben, ihre Leistungen zu verbessern, für mehr Transparenz zu sorgen, mit Bürgern ins Gespräch zu kommen und schnelleren Zugriff auf ihre Service-Angebote zu ermöglichen. Laden Sie sich das kostenlose E-Book herunter!

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Machen Sie Ihre Kundenkommunikation zu einem Marketing-Asset

Kundenkommunikation

Schauen Sie sich Ihre Rechnungen eigentlich genauer an? Ich gebe zu, dass die meisten Rechnungen bei uns einfach auf dem Schreibtisch meiner Frau landen. Alle, bis auf eine. Die monatliche Stromabrechnung ist mehr als nur eine Zahlungsaufforderung. Denn die mit dieser Rechnung bereitgestellten Informationen liefern uns einen umfassenden Überblick zu unserem Stromverbrauch und helfen uns so, die Kosten im Griff zu behalten. Die Stromrechnung gibt einerseits Aufschluss zum Verbrauch im letzten Monat, ist aber zudem personalisiert Auf der Rechnung ausgewiesen wird auch unser Stromverbrauch in den letzten drei Monaten im Vergleich zu denselben drei Monaten des Vorjahres und den Durchschnittstemperaturen in diesen Zeiträumen. Die Abrechnung zeigt mir zudem, zu welcher Tageszeit unser Verbrauch am höchsten ist. Das prüfen wir jeden Monat und justieren unsere Thermostate entsprechend, um sicherzustellen, dass wir den Strom, für den wir zahlen, so effektiv wie möglich nutzen und unser Haus dabei so temperieren, dass wir uns wohlfühlen. Als Kunde schätze ich Informationen, die unseren persönlichen Verbrauch an größeren Datenbeständen messen, auf die mein Stromversorger Zugriff hat. Das hat mich zu einem treuen Kunden gemacht, obwohl wir in den vergangenen Jahren mehr als eine verlockende Gelegenheit hatten, zu einem anderen Anbieter zu wechseln. Der Einsatz von Rechnungen als Kundenbindungs- und Vertriebs-Tool im Rahmen des Kundenerlebnisses wird noch von vielen Unternehmen unterschätzt Doch wenn Sie ein personalisiertes und interaktives Dokument (sei es als Ausdruck, mobil, im Web oder sogar als ausgefeilte Textnachricht) zur Verfügung stellen, bieten Sie Ihren bestehenden Kunden eine bessere Customer Experience und tun gleichzeitig etwas für Ihr Neukundengeschäft. Das sorgt für eine erhöhte Bindungsrate und hat Einfluss auf den gesamten Mehrwert des Kundenlebenszyklus. Zudem werden die Mitarbeiter in Unternehmen entlastet. Sie haben folglich mehr Zeit, sich auf die Bedürfnisse ihrer Kunden zu konzentrieren und sich um deren Fragen und Bedenken zu kümmern, was wiederum tiefere Beziehungen schafft und neue Vertriebschancen eröffnet. Mit OpenText™ Communications Center sorgen Sie für mehr Effizienz in Ihrer Kundenkommunikation Sie können diese in einem Geräte-übergreifend konsistenten Look & Feel gestalten und mit Ihren Dokumenten einen Dialog initiieren. Weil sämtliche Kanäle miteinander verlinkt sind, können Ihre Kunden mühelos von einem Gerät zum anderen wechseln – zum Beispiel eine Anwendung in ihrem Email-Reader starten und diese zu einem späteren Zeitpunkt auf ihrem Tablet vervollständigen. Mit Communications Center erhalten Unternehmen eine stabile CCM-Lösung an die Hand, mit der sich ihre Kundenkommunikation über sämtliche geschäftlichen Systeme hinweg effektiv entwickeln und verwalten lässt, während Kunden, Partner, Lieferanten und Mitarbeiter minutengenau zu unternehmenskritischen Informationen auf dem Laufenden gehalten werden. Hier erfahren Sie mehr über die Vorteile von Communications Center. Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt.

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Von der Lieferkette zum Netzwerk

Von der Lieferkette zum Netzwerk

In der digitalen Welt ist die Lieferkette ein Netzwerk und keine „Kette“ im wortwörtlichen Sinn. Dieses Netzwerk verbindet Branchen, Lieferanten, Partner und Kunden zu einem System. Der Kunde steht dabei im Zentrum dieses Netzwerks. Er steuert die vernetzte Lieferkette, indem er Produkte und Dienstleistungen von vielen verschiedenen Anbietern nachfragt. Die Anbieter selbst integrieren ihre Leistung nach dem Plug & Play-Prinzip an den entsprechenden Stellen des Netzwerks und leisten so ihren Beitrag zu einer optimalen Customer Experience. Die Customer Experience kann also nur so gut sein, wie das Netzwerk, das sie unterstützt Diese neue „Plattform für alle Lebensbereiche der Konsumenten“ ersetzt die klassische Wertschöpfungskette. Eine flexibilisierte Massenproduktion (Mass Customization), also die Herstellung nach persönlichen Kundenwünschen, Lieferung am selben Tag, dynamische Preisgestaltung und die Nachverfolgung von Bestellungen in Echtzeit werden dabei von den Konsumenten als selbstverständlich vorausgesetzt. Die Lieferkette von heute muss mit all diesen Erwartungen umgehen können – sie ist wirklich ein Netzwerk. Das ganze Potenzial der Digitalisierung kann nur dann erschlossen werden, wenn auch die Lieferkette neu erfunden wird In der digitalen Welt sind Liefernetzwerke flexibel und von der Produktion über den Handel bis hin zur Auslieferung voll integriert. Günstige Anbieter und digitalisierte Hersteller haben ihre Produktionslinien agil gestaltet. Betriebliche Abläufe können auch auf globaler Ebene schnell skaliert werden, wenn sie komplett digital und cloud-basiert sind. Neue Kanäle werden genutzt, um neue Märkte zu bedienen. Das gesamte Netzwerk wird durch Datenanalysen und das Internet der Dinge (Internet of Things / IoT) angereichert. Jeder Prozessschritt ist komplett transparent und einsehbar. Moderne Analytics-Methoden gehen dabei weit über die einfache Prozessoptimierung in der Lieferkette hinaus. Sie identifizieren verborgene Kundenbedürfnisse und neue Wertschöpfungswege. So können bessere Entscheidungen getroffen und bessere Produkte und Dienstleistungen schneller bereitgestellt werden. Das IoT wird den Austausch von Daten und den Handel im gesamten Netzwerk effizienter gestalten und durch B2B-Integration eine kollaborative Plattform für das globale Management sicherer und regelkonformer Geschäftstransaktionen schaffen. Jede wirklich erfolgreiche Lieferkette entspricht heute prinzipiell einem dynamischen digitalen Netzwerk. In den nächsten Jahren werden mehr als die Hälfte der 2.000 globalen Top-Unternehmen ihre Lieferkette zu Netzwerken weiterentwickeln, um ihr Digitalgeschäft zu unterstützen. Das Internet der Dinge spielt dabei eine zentrale Rolle, weil es nicht nur verbundene, intelligente und einheitliche Liefernetzwerke schafft, sondern auch die globale „Vernetzung von jedem mit allem“. Die Digitalisierung verändert alles. Wenn Sie mehr über „ON DIGITAL“ wissen möchten, laden Sie sich hier das kostenlose E-Book von Marc Barrenechea herunter. Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt.

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