Die Digital Workforce erwartet strategisches Personalmanagement

Ökonomen haben leider die Angewohnheit, Menschen zu verdinglichen, zu Produktionsfaktoren oder Konsumenten etwa oder zu einem Vermögensgegenstand eines Unternehmens, der sein Humankapital widerspiegelt. Was für die Ökonomen wertschätzend klingt, weil es aus ihrer Sicht einen Wert hat, abstrahiert aber gerade vom Menschlichen des Menschen, seiner Beziehungsfähigkeit, Kreativität oder Fähigkeit zur Empathie. Es ist vielleicht eine der grundsätzlichsten Änderungen im Arbeitsmarkt, dass gerade die jüngeren Arbeitnehmer – aber nicht nur – immer weniger bereit sind, sich auf ihre reine Arbeitskraft reduzieren zu lassen. Unmittelbar spürbar ist das in den Personalabteilungen, die ihre Kollegen nicht mehr einfach nur verwalten können, sondern immer stärker fördern und umfassend in ihren Bedürfnissen betreuen müssen. Mit anderen Worten: Das Personalwesen muss strategisch werden. Und die Digitalisierung ist der Schlüssel, um der Digital Workforce gerecht zu werden.

Der Bericht „2018 Deloitte Global Human Capital Trends“ bringt es auf den Punkt: Die Natur der Unternehmen verwandle sich vom „Business Enterprise“ zum „Social Enterprise“, wobei natürlich das englische „social“ weniger umfassend ist als der deutsche Begriff „sozial“. Im Wesentlichen geht es bei „social“ darum, dass nicht allein die Interessen der Anteilseigner zählen, sondern aller, mit denen ein Unternehmen in Beziehung steht. Dementsprechend heißt es in dem Bericht: „… wir sind der Auffassung, dass wir Zeugen eines fundamentalen Wandels sind. Unternehmen werden nicht mehr länger auf Basis traditioneller Messgrößen wie Finanzkraft oder die Qualität ihrer Produkte und Dienstleistungen bewertet. Vielmehr werden sie zunehmend nach ihren Beziehungen mit den Arbeitnehmern, Kunden und Communities bis zu den Auswirkungen ihres Handelns auf die Gesellschaft insgesamt beurteilt …“

Das Personalwesen ist essenziell für das Social Enterprise

Deloitte empfiehlt Unternehmenslenkern deshalb, diesen Gruppen aufmerksam zuzuhören sowie Informations- und andere Silos niederzureißen, um den Ruf eines Unternehmens zu erhalten, kompetente Mitarbeiter anzuziehen, zu binden sowie zu begeistern und um die Qualität der Kundenbeziehungen zu pflegen.

Das fordert alle Abteilungen eines Unternehmens heraus, insbesondere aber die Personalabteilung. Denn von ihr erwarten die Mitarbeiter, dass sie ihnen eine bessere Work-Life-Balance ermöglicht, Hilfen beim Umzug an einen neuen Standort bietet, Teilzeitmodelle ausarbeitet, aktiv ihre Karriere fördert oder Weiterbildungen organisiert, um den digitalen Wandel zu meistern, etc.

All das erfordert Zeit, die immer noch in vielen Personalabteilungen fehlt. Warum? Weil die HR-Verantwortlichen immer noch zu viel mit der Verwaltung der Akten beschäftigt sind statt mit dem strategischen Personalmanagement. Nicht, dass die Unternehmen das nicht erkannt hätten, im Gegenteil: Die Digital Clarity Group kommt zu dem Schluss, dass es in vielen Fällen die Personalabteilungen sind, von denen Initiativen ausgehen, Personalinformationen nicht nur zu digitalisieren, sondern sie auch und vor allem in die begleitenden Prozesse und die unterstützenden Applikationen einzubetten. Extended ECM heißt die Disziplin, in der das Management digitalisierter Inhalte in die Prozesse und Systeme sowohl am Frontend als auch im Backend integriert wird. Die Personalabteilungen sind in der Tat Vorreiter auf diesem Gebiet.

Digital Workforce: 5 Erfolgsfaktoren für strategisches HR-Management

Das Beratungsunternehmen Madison Logic hat ermittelt, wie Extended ECM diese Vorreiterrolle zum Erfolg führt:

  • Unternehmen, die Extended ECM implementieren, geben ihren Personalabteilungen nicht nur die Zeit, sondern auch die technischen Möglichkeiten, um die Erwartungen an Leistungen und Services zu stillen
  • Extended ECM löst das Problem des orts-, zeit- und geräteunabhängigen Zugriffs auf Personalinformationen und lässt dadurch den Self-Service-Gedanken Wirklichkeit werden. Die Mitarbeiter haben zum Beispiel vom Smartphone aus Zugang zu ihrer Personalakte und können daran arbeiten, wann und wo es für sie am bequemsten ist
  • Personalinformationen unterliegen zurecht sehr strengen gesetzlichen Auflagen. Mittels Extended ECM können die Unternehmen in automatisierter Form dafür sorgen, dass diese Auflagen zuverlässig eingehalten werden
  • Gleichzeitig lassen sich diese sensiblen Informationen mittels Extended ECM vor dem unerlaubten Zugriff durch Dritte, ob unabsichtlich durch Kollegen oder absichtlich durch Cyberkriminelle und -spione, schützen
  • Technisch gesehen ist Extended ECM eine anspruchsvolle Disziplin. SAP-Anwender und andere Unternehmen haben dabei einen entscheidenden Vorteil: Sie haben OpenText

Mit  OpenText™ Extended ECM for SAP® SuccessFactors® können Unternehmen iihre Digital Workforce in Richtung strategisches Personalmanagement weiterentwickeln und die Anforderungen wie Erwartungen der Digital Workforce umfassend erfüllen.

Sie wollen mehr über Extended ECM for Success Factors und die digitale Personalakte wissen? Dann schauen Sie sich doch auch unser Webinar on Demand an. Viel Spaß.

Peter Stadler

Peter kam über die Akquisition der Enterprise Content Division von DellEMC im Januar 2017 zu OpenText. Seit dem 1. Juli 2017 verantwortet er als Vice President Enterprise Sales die Region BeNeLux, Switzerland & Austria. Den Fokus legt er in seiner Region auf Stärkung und Weiterentwicklung der bestehenden Kundenbeziehungen sowie der Neugewinnung von Kunden im Kernbereich des Enterprise Information Management. Durch die Nutzung von OpenText Lösungen sollen Kunden schneller wachsen können, Operational Cost, Information Governance und Security Risks reduziert werden indem Business Insights, Impact und Process Speed verbessert werden.

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