Die Vorteile der Kombination von KI und Analytics für Hersteller

Künstliche Intelligenz (KI) ist heute eines der heißesten Themen in der Fertigung. Die Bandbreite der geschäftlichen und operationalen Anwendungen für den Einsatz ist nahezu unbegrenzt. Dennoch kann man sagen, dass wir uns immer noch in einer frühen Phase der Akzeptanz befinden. Der Erfolg bei der Implementierung entsteht durch Evolution und nicht durch Revolution. Die Kombination von KI und Analytics kann für Hersteller ein logischer Weg sein.

Die fortschreitende digitale Transformation bei Herstellern rückt das Potenzial der KI in den Fokus. IDC (in Englisch) sagt, dass produzierende Unternehmen „sich im Zentrum eines perfekten Sturms befinden. Sie leben mit disruptiven Technologien wie Cloud, Big Data, KI-gestützter Analytics und dem Internet of Things (IoT) (in Englisch). Sie sind aber gleichzeitig mit zunehmenden Herausforderungen an die IT-Sicherheit, dem regulatorischen Druck und einer sich verändernden Belegschaft konfrontiert“.

KI und Analytics für Hersteller: Stellen Sie sich der Herausforderung von Big Data

Die explosionsartige Zunahme von Big Data und IoT ist ein wichtiger Faktor. Schätzungen zufolge sind bis 2025 mehr als 75 Milliarden angeschlossene Geräte (in Englisch) in Betrieb. Die Mehrzahl davon befindet sich im Fertigungsbereich. Wenn man bedenkt, dass ein einzelnes Gerät jede Minute Gigabytes an Informationen produzieren kann, können Volumen und Geschwindigkeit der Daten in der Produktion und im Betrieb leicht unüberschaubar werden. In den meisten Fällen wird dies jedoch einfach ignoriert.

Wenn man die Daten verstehen will, kommt die KI ins Spiel. Die Kombination von KI und Analytics für Hersteller kann Informationen aus einer Vielzahl von Datenquellen zusammenführen. Sie kann Muster und Trends identifizieren und Empfehlungen für zukünftige Maßnahmen geben. Sie bildet die Grundlage für neue Wege der Produktions- und Geschäftsprozessautomatisierung. Außerdem wird die Unterstützung der Mitarbeiter in der täglichen Arbeit und bei der Entscheidungsfindung verbessert.

Es ist klar, warum eine aktuelle Forbes-Umfrage (in Englisch) ergab, dass 44 Prozent der Befragten die KI in den nächsten fünf Jahren als „sehr wichtig“ für ihre Produktion einstufen. 54 Prozent sagten sogar, sie sei „absolut erfolgskritisch“. Warum aber hat dann die Umfrage „Factories of the Future” (in Englisch) des Manufacturing Leadership Council (in Englisch) ergeben, dass derzeit nur acht Prozent der Unternehmen mit der Umsetzung begonnen haben?

Jetzt ist es wirklich höchste Zeit

Einige Hersteller – insbesondere Automobilhersteller wie BMW und Ford – haben sich recht schnell für die KI entschieden. Die meisten anderen Hersteller haben jedoch einen vorsichtigeren Ansatz gewählt. Wie bei vielen technologischen Innovationen haben es die Unternehmen vorgezogen, eher ein „schneller Nachfolger“ als ein „früher Anwender“ zu sein. Sie wollen erst erfolgreiche Anwendungsfälle prüfen, bevor sie Lösungen selbst implementieren.

Ein Kunde von OpenText™ hat gerade mit dem Weg in Richtung KI begonnen und kommentiert: „Unsere bisherige Erfahrung zeigt, dass es ganz einfach ist, KI in unsere Analytics-Anwendungen zu integrieren. Es wird eher zu einer geschäftlichen als zu einer technischen Entscheidung über das weitere Vorgehen: Wo können wir dem Unternehmen den größten Nutzen bringen?“

Harvard Business Review (in Englisch) hat eine Alarmglocke geläutet und erklärt: „Bis ein ‚Late Adopter‘ alle notwendigen Vorbereitungen getroffen hat, werden ‚Early Adopters‘ bereits einen beträchtlichen Marktanteil erobert haben. Sie werden in der Lage sein, zu wesentlich niedrigeren Kosten bei besserer Leistung zu produzieren. Kurz gesagt: Die Gewinner erreichen alles und die Spätzünder werden nie aufholen.“

Die Entwicklung für Hersteller

Es gibt Anzeichen dafür, dass die Hersteller dem Rat von Harvard folgen. Wenn die KI heute erst am Anfang in der Fertigungsindustrie steht, könnte sie bereits in weniger als 24 Monaten zum Mainstream werden. Die Umfrage des Manufacturing Leadership Council ergab, dass nur acht Prozent der Befragten derzeit diese neue Technologie einsetzen. Weitere 50 Prozent erwarten, dass sie innerhalb von zwei Jahren eingesetzt worden sein wird.

Diese Geschwindigkeit bei der Einführung kann tatsächlich erreicht werden. Viele der Unternehmen, die heute über Erfolge mit KI berichten, haben dies durch die Integration von KI in ihre bestehenden Big Data- und Analytics-Lösungen getan. 54 Prozent geben an, dass die KI die Produktivität bereits gesteigert hat (in Englisch). In seinen Prognosen für 2019 stellte PWC (in Englisch) fest, dass die Integration von KI und Analytics für die Hersteller oberste Priorität hat.

Die Umfrage des Councils ergab, dass Hersteller eine schnelle Digitalisierung anstreben. Die Unternehmen sollten die Erprobung der Vorteile von KI nicht verzögern, bis sie die vollständig digitalisierten Prozesse erreicht haben. Ein evolutionärer Ansatz, basierend auf der Integration in die bereits vorhandenen Systeme, wird dazu beitragen, die Vorteile zu nutzen.

Der vollständigen Artikel über die Kombination von KI und Analytics wurde im Manufacturing Leadership Journal und als Blogpost auf der Website des Manufacturing Leadership Council  (in Englisch) veröffentlicht.

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Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt.

Tom Leeson

Tom ist Marketingstratege für den Bereich Manufacturing weltweit. Als Ingenieur und Mathematiker verbrachte Tom seine gesamte Karriere in den Bereichen Ingenieurswesen, Fertigung und IT mit dem Ziel, Kunden bei der digitalen Transformation zu unterstützen. Wir leben in spannenden Zeiten von Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge und es gibt viel zu diskutieren.

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