Die wichtigsten Trends im Bereich Cloud Computing im Jahr 2020

In den letzten zehn Jahren hat die Cloud die Arbeitsweise fast aller Unternehmen und Organisationen verändert. In dieser Zeit stiegen die Ausgaben für die Public Cloud von 77 Milliarden Dollar auf mehr als 400 Milliarden Dollar. Außerdem haben wir den Aufstieg von Google, Microsoft und Amazon als Hauptakteure auf dem Public Cloud-Markt erlebt. Die IT-Ausgaben von Unternehmen für private Cloud-Lösungen werden voraussichtlich ebenfalls von 72 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr auf über 260 Milliarden US-Dollar im Jahr 2027 (in Englisch) steigen. Wenn die 2010er Jahre das Jahrzehnt waren, in dem Cloud Computing zum Mainstream wurde, wird es in den 2020er Jahren die Geschäftsmodelle revolutionieren und unsere Arbeitsweise verändern. Mit dem raschen Wachstum der Cloud-Umsätze ist OpenText ein wichtiger Akteur bei dieser Transformation. Heute möchte ich über zwei Trends der Cloud-Einführung sprechen, die meiner Meinung nach im Jahr 2020 sehr wichtig sein werden.

Cloud Computing: Ganz nach Ihren Anforderungen

Ich gehe davon aus, dass die Entscheidung für eine Cloud-Lösung im kommenden Jahr der wichtigste Trend sein wird, auf den sich sowohl Unternehmen als auch Cloud-Anbieter konzentrieren werden. Von Off-Cloud- über Public-Cloud- bis hin zu SaaS-Lösungen wollen Unternehmen die Möglichkeit haben, das für sie passende Modell der Cloud-Nutzung zu wählen.

Die großen Infrastrukturanbieter sind mit an Bord. Google hat AWS und Azure eingerichtet und unterstützt die Benutzerauswahl über Anthos (in Englisch). Anthos ermöglicht auch die Skalierung und Auswahl von Private Clouds. Wir haben gesehen, dass AWS mit AWS Outposts und Microsoft mit Azure Arc seine eigene Art und Weise entwickelt hat, um Workloads On-Premises zu ermöglichen.

Die Auswahl ist wichtig, weil die Anforderungen und der Entwicklungsstand der Kunden unterschiedlich sind. Derzeit scheint es zwei Typen von Kunden auf dem Markt zu geben.

Der erste Typ ist äußerst versiert in Bezug auf das, was in der Cloud benötigt wird. Er sagt: „Das ist das SLA. Ich erwarte dies von dem Cloud-Anbieter, mit dem ich bereits zusammenarbeite. Das sind die Workloads, die ich in die Cloud migrieren möchte und dies sind diejenigen, die ich On-Premises behalten werde. Diese Sichtweise ist sehr durchdacht.

Demgegenüber gehören viele Unternehmen, darunter auch große Firmen, immer noch in die folgende Kategorie: „Ich weiß, dass ich etwas in der Cloud tun muss, aber ich bin nicht sicher, welche Workloads ich priorisieren soll. Ich möchte auch nicht eingegrenzt werden. Ich weiß, dass ich Optionen für verschiedene Arten von Workloads benötige.“ Erste Ergebnisse unserer Cloud Summits-Umfrage zeigen, dass 82 Prozent der Befragten entweder keine Cloud-Strategie haben (27 Prozent) oder sich im Anfangsstadium befinden (55 Prozent). Und wir schreiben das Jahr 2020! Trotz des Hype um die Cloud stehen wir also noch ganz am Anfang. Wie unser CEO schrieb – dies ist die große Cloud-Migration (in Englisch). OpenText betreibt eine der größten Private Clouds weltweit. Wir glauben, dass die Kunden die Wahl haben wollen, aber letztendlich diejenige Lösung wählen werden, die ihren langfristigen Anforderungen entspricht. Dabei geht es nicht nur um einen kurzfristigen ROI – und dafür ist ein einziges SLA für den Service entscheidend.

Diese beiden Nutzertypen verlangen nach einer Auswahl, auch wenn diese sehr unterschiedlich sein kann. In einem früheren Blog habe ich fünf Möglichkeiten zur Nutzung der Cloud aufgezeigt. Unabhängig davon, in welchem Stadium sich die Entscheider befinden, wollen sie eine messbare Rendite für ihre Investitionen sehen. Die gute Nachricht von Early Adopters ist, dass dies tatsächlich geschieht: Fast die Hälfte der Early Adopters sagt, dass eine höhere Rentabilität ein großer Vorteil ist (in Englisch). Dank Cloud Computing können Unternehmen ihre Daten erfassen, sortieren und verarbeiten, um die Vorteile leistungsstarker Technologien zu nutzen und einen Mehrwert aus ihren Aktivitäten zu ziehen.

Apps sind wichtiger als die Infrastruktur

Der nächste große Trend im Cloud Computing wird nach der Auswahl eine Verschiebung des Fokus auf die Ergebnisse und nicht auf die Angaben zur Infrastruktur sein. Unternehmen erwarten zunehmend eine bessere Integration zwischen Hardware-Anbietern, Systemintegratoren, Software-Anbietern und Cloud-Anbietern.

Die Bedeutung der „Four-Nines“-Performance hat sich von der Infrastruktur- auf die App-Ebene verlagert. Wenn es ein Problem gibt, müssen die Anbieter zusammenarbeiten, um es für das Unternehmen zu lösen. Sie dürfen nicht versuchen, den schwarzen Peter weiterzugeben. Egal, ob es sich um Software as a Service, Plattform as a Service oder Infrastruktur as a Service handelt, das Schlüsselwort ist „Service“.

Unternehmen wie die Greater Toronto Airports Authority (GTAA) (in Englisch) beispielsweise verlagern den Fokus auf ihre Kernkompetenzen. Der zunehmende Verkehr und die sich wandelnde digitale Umgebung führten zu einer Verlagerung von der lokalen Verwaltung von Content zur OpenText-Cloud. „Unser Ziel ist es, uns vom Infrastrukturgeschäft zu lösen und uns mehr auf das Innovationsgeschäft zu konzentrieren“, sagt Juan Pablo Rojas, IT Client Manager bei GTAA.

Eine 99,99 Prozent oder sogar 99,999 Prozent Verfügbarkeit auf der Infrastrukturebene ist nicht das zentrale Anliegen der GTAA, sie erwartet die Verfügbarkeit auf der Anwendungsebene. Die Nutzer erwarten von ihren Applikationen Verfügbarkeit, Stabilität und Ausfallsicherheit und die Anbieter müssen diese Anforderungen erfüllen. Die GTAA ist da auch nicht das einzige Unternehmen. Immerhin 50 Prozent der auf den Cloud Summits befragten Personen gaben an, dass eine konsistente SLA-Leistung ihr wichtigstes Merkmal bei einem Cloud-Anbieter sei.

Erfolgreiche Unternehmen treffen die richtigen Entscheidungen entsprechend ihrer Anforderungen. Sie arbeiten mit Partnern zusammen, die sicherstellen, dass sie die volle Leistung ihrer Systeme erhalten: egal ob Off-Cloud, On-Cloud oder Hybrid. Niemand will an ein System gebunden sein, dem er schon längst entwachsen ist.

Die gute Nachricht: Die Unternehmen müssen im Jahr 2020 keine Kompromisse eingehen, wenn es um ihre Migration in die Cloud geht. Wir von OpenText zeigen Ihnen gerne, wie Sie die richtige Wahl beim Cloud Computing treffen können, ungeachtet Ihrer Anforderungen.

Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt.

Savinay Berry

Savinay Berry wurde im Januar 2019 zum Senior Vice President, Cloud Service Delivery ernannt. Er ist verantwortlich für alle OpenText Cloud Services. Davor war Savinay Vice President, Engineering and Products bei OpenText und zuständig für die Bereiche Applikationen, Design, Performance und Sicherheit.

Weitere Artikel, die sie interessieren könnten

Back to top button
Close