Digitalisierung

Digitalisierung 4.0: Wie eine digitale Bahn Ausfälle und Unfälle verhindert

Die Digitalisierung 4.0 macht auch vor einem der ältesten Symbole der Industrialisierung nicht halt: der guten alten Bahn. Und man möchte meinen, dass es dabei – auch in den sensiblen Bereichen wie der Fahrgastsicherheit – um die Digitalisierung 4.0 der Daten geht. Wer eine Fahrkarte bestellt, erledigt dies heutzutage in der Regel online. Die eingegebenen Daten wandern aus dem Online-Formular direkt in das ERP-System und lösen dort die Buchung aus. Stellen Mechaniker fest, dass ein Ersatzteil beschafft werden muss, schicken sie eine Bestellung ab, wieder fallen Daten an, die ins ERP-System gehören.

Erst mittels Dokumenten werden Daten zu Informationen

Doch das ist nur ein Teil der Geschichte. Wie entsteht die automatische Antwort mit der Buchungsbestätigung? Wie bewahrt man den Stand einer Webseite zum Zeitpunkt der Buchung auf, für den Fall etwaiger Reklamationen? Wie erhält der Wartungstechniker Zugang zu exakten Plänen, um ganz sicher zu sein, das richtige Ersatzteil zu bestellen und damit mögliche Ausfälle oder sogar Unfälle von Zügen zu verhindern? Wie dokumentiert er seine Arbeit und seine Entscheidungen?

Was hat das noch mit Daten zu tun? Nicht mehr viel, lautet die richtige Antwort auf diese Frage. Denn hier geht es um so genannte unstrukturierte Informationen in Form von Dokumenten, ihren Vorlagen samt Textbausteinen, Bauplänen und die Speicherung von ganzen Webseiten, nicht nur einzelnen Daten daraus.

Für die Daten braucht man ERP, für alles andere Enterprise Information Management.

Digitalisierung 4.0: Bahn goes digital

Genau das hat auch eine große europäische Bahngesellschaft erkannt. Sie plante deshalb nicht die Einführung eines ERP-Projekts, sondern die langfristige Digitalisierung jeder Art von Information und der Prozesse. Pro Jahr fallen dort über 140.000 Lieferantenrechnungen an und ungefähr eine Million technische Zeichnungen von Hunderten von Ingenieuren. Hinzu kommen die Akten von Zehntausenden Mitarbeitern, so dass in einem Zeitraum von fünf Jahren mit über 7,5 Millionen neuen Dokumenten zu rechnen ist.

Es ging also um eine unternehmensweite Plattform für digitale Informationen und Prozesse, die es mit geeigneten Lösungen auf technischer und Anwendungsebene zu realisieren galt. Zudem mussten die Lösungen von Anfang an reibungslos miteinander funktionieren, es durfte also kein Integrationsaufwand entstehen.

Vor diesem Hintergrund fiel die Wahl einfach, möchte man fast sagen. Eine solche universelle Plattform für Enterprise Information Management lässt sich mit OpenText™ Extended ECM for SAP® Solutions realisieren, das vollständig mit den SAP® ERP-Lösungen integriert ist. Die europäische Bahngesellschaft hat das verstanden und digitalisiert damit nun Schritt für Schritt sämtliche Informationen und Prozesse. Alles wird digital dokumentiert, so dass die Einhaltung sämtlicher Regularien (Compliance) lückenlos und vor allem – anders als früher – auf Knopfdruck nachverfolgt und nachgewiesen werden kann. Das sorgt sowohl für mehr Qualität in allen Bereichen inklusive Fahrgastsicherheit, aber auch für substanzielle Kosteneinsparungen von mehreren Millionen Euro.

Auch bei Rückenschmerzen: OpenText

Die Bahngesellschaft hat mit dieser Plattform noch viel vor: Zum Beispiel sollen die Lokführer und andere in Zukunft nicht mehr die rund 20 Kilogramm schweren Koffer mit Vorschriften und Prozessbeschreibungen – alles auf Papier – mit sich führen müssen, sondern die Informationen aus OpenText direkt auf ein mobiles Gerät übertragen bekommen, genau auf ihre jeweilige Rolle und Aufgabe abgestimmt. Schneller, einfacher, effektiver – hier wird das alte Werbeversprechen Realität. Digitalisierung 4.0: Willkommen in der digitalen Welt!

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Über Roger Illing

Roger Illing
Roger Illing ist seit Juli 2014 Vice President Enterprise Sales EMEA der OpenText. In dieser Funktion verantwortet er den Vertrieb der strategischen Enterprise Business Unit in Europa. Neben der Gewinnung von Neukunden legt Roger Illing einen besonderen Schwerpunkt seiner Tätigkeit auf die Unterstützung von Bestandskunden bei der Transformation ihrer Geschäftsprozesse und -modelle hin zu vollständig digitalisierten Wertschöpfungsketten.