Komfort und Komplexität führen zu Chaos – Automatisierung schafft Ordnung

Für die jüngeren Arbeitnehmer, die nach 1990 geboren sind, ist Bedienkomfort in der IT nichts Außergewöhnliches, sondern ein erwartbarer Standard. Sie wissen nicht und können nicht wissen, dass es eine Zeit vor grafischen Benutzeroberflächen und berührungsempfindlichen Bildschirmen gab. Doch nicht nur die Generation Y und Z, sondern auch die Älteren unter uns wissen den Komfort zu schätzen – und sehen dabei nicht, dass damit die Komplexität in der IT steigt. In der Tat erreicht die IT in Zeiten von Cloud, Mobile, Social Media und IoT einen Komplexitätsgrad, der organisatorisch wie technisch ein Chaos auslösen und sogar den Geschäftsbetrieb gefährden kann. Ist uns das Risiko bewusst oder wollen wir nicht hinschauen?

Vor zahlreichen Kunden hat der OpenText-CEO Mark Barrenechea anlässlich der Innovation Tour seines Unternehmens Mitte April in München eine Antwort auf diese Herausforderung gegeben: das vernetzte und intelligente Unternehmen – vom Entwickler bis zum Endkunden, von Maschinen bis zu Endgeräten, von der Sicherheit bis Compliance, von der Plattform bis zur Applikation. Die zwischen allen diesen Punkten auf der digitalen Wertschöpfungskette ausgetauschten Daten und Informationen bilden im Idealfall einen Kreislauf. Oder sie versickern in tausend Löchern und stürzen ein Unternehmen geschäftlich wie rechtlich ins Chaos. Damit die digitale Wertschöpfungskette geschlossen, geschützt und rechtssicher bleibt, bedarf es einer umfassenden Plattform für das unternehmensweite und -übergreifende Informationsmanagement. Diese Plattform muss sich zudem durch einen hohen Automatisierungsgrad gepaart mit künstlicher Intelligenz auszeichnen.

Automatisierung einst…

Vorbild für diesen Automatisierungsgrad ist – vielleicht unerwarteterweise – nicht die IT selbst. In der Vorstellungswelt des durchschnittlichen Anwenders herrscht hier immer noch das Bild des Computer-Experten als eines introvertierten Entwicklers oder Tüftlers vor. Sicher, Entwicklung ist immer noch und wird auch weiterhin zu einem Gutteil Hand- und Kopfarbeit bleiben. Doch selbst hier wurden in den letzten Jahren viele Aufgaben – zum Beispiel die Anpassung eines Programms an verschiedene mobile Plattformen – automatisiert. Doch das dürfte außerhalb der Branche wenigen bekannt sein.

Im Bewusstsein verankert ist hingegen schon seit vielen Jahren die Automatisierung in der Fertigungstechnik. Schließlich prägen zum Beispiel im Automobilbau nicht erst seit gestern Roboter das Bild einer Fertigungsstraße. Doch erst die IT von heute lässt in den kommenden Jahren das Ziel einer voll automatisierten Fertigung in vielen Bereichen und Branchen Realität werden. Denn in Zeiten von IoT verschmelzen digitale und analoge Wertschöpfungsketten.

Aber was macht im Kern die Automatisierung der digitalen Wertschöpfungskette aus? Der automatisierte Austausch von Informationen wäre nur ein Teil der Antwort; schließlich sind automatisierte Plattformen zu diesem Zweck zum Beispiel zwischen Automobilherstellern und ihren Lieferanten längst Realität. Daten zu Bestellungen, Lieferungen und Rechnungen per EDI-Standard zu verschicken und automatisiert in den Zielsystemen einzuspeisen und zu verarbeiten, funktioniert schon seit mehreren Jahrzehnten. Die Automobilindustrie, die im Augenblick dank Tesla so „alt“ aussieht, ist in Sachen IT historisch betrachtet immer Vorreiter gewesen.

…und Automatisierung heute

Seit Ende der 1980er Jahre jedoch, als der EDI-Standard verabschiedet wurde, hat sich die Situation grundlegend geändert: Die Menge und Art der digitalen Informationen, die Zahl der Daten- und Informationsquellen sowie die Allgegenwart der IT innerhalb und außerhalb der Unternehmen – Stichwort Cloud –, im privaten wie beruflichen Bereich – Stichwort Mobile und Social Media – beschwören das Chaos herauf. Wer immer noch Zweifel hat, sollte sich nur die spektakulären Datenverluste und -diebstähle der letzten Zeit vergegenwärtigen.

Die größte Herausforderung besteht für die Unternehmens-IT vor diesem Hintergrund darin, in dieser Masse nicht den Überblick zu verlieren und Gefahren erkennen sowie abwehren zu können. Zudem gilt es, zwischen Unwichtigem und Wichtigem, das die Intervention von Menschen in der Prozesskette erfordert, zu entscheiden. Dafür braucht es automatisierte Analysen, die in die Unternehmensprozesse eingebettet sind.

Diese Integration automatisierter Analysen in sämtliche Abläufe ist der Sinn und Zweck des OpenText-Angebots für Künstliche Intelligenz und zieht sich durch das gesamte Portfolio für Enterprise Information Management (EIM). Dies gilt sowohl für On-premise-Implementierungen in den Rechenzentren der Kunden als auch für die OpenText Cloud.

Henning Bruestle

Henning ist seit Juli 2017 Vice President Enterprise Sales Germany und verantwortet in dieser Funktion den Vertrieb der Enterprise Business Unit in Deutschland. Mit seinem Team unterstützt Henning Unternehmen bei der Gestaltung ihrer digitalen Strategie und begleitet sie durch den gesamten Transformationsprozess. Seine Karriere begann Henning bei Novell. Bevor er im November 2014 zu OpenText wechselte, war er bei der Software AG weltweit für den indirekten Vertrieb zuständig.

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