Cyber-Angriffe, Komplexität und Kollaboration

Warum Sie ein sicheres, privates B2B-Netzwerk benötigen, um eine vernetzte Supply Chain in der Automobil-Industrie zu steuern

Die Supply Chain in der Automobilindustrie gehört seit jeher zu den komplexesten aller Branchen. Und die Komplexität nimmt sogar noch zu, wenn die Abläufe globaler und die Fahrzeuge stärker vernetzt werden.

Hersteller wollen durch Innovation führend sein und müssen dabei eng mit Lieferanten und Partnern zusammenarbeiten. Eine verstärkte Zusammenarbeit über die gesamte Lieferkette hinweg kann nur in einer hochsicheren Umgebung erfolgen. Der Einsatz eines sicheren, privaten B2B-Netzwerks kann den sofortigen Zugriff, die Systemleistung und die Sicherheit bieten, die Partner innerhalb der Supply Chain benötigen. Dies gilt im Übrigen nicht nur in der Automobilindustrie, sondern in allen Branchen.

Als Henry Ford die Automobilproduktion modernisierte, hatte sein Modell T weniger als 1500 Teile (in Englisch). Heute schätzt Toyota, dass sein durchschnittliches Auto rund 30.000 Teile hat (in Englisch). Es ist nicht überraschend, dass die Herstellung eines Fahrzeugs ein viel komplexerer Vorgang geworden ist. Dies auch, weil die OEMs heute auf die Zulieferer angewiesen sind, um die überwiegende Mehrheit der Teile herzustellen und um bei der Entwicklung neuer Teile und Fahrzeuge gemeinsam innovativ zu sein.

Schon vor dem Aufkommen des vernetzten Autos (in Englisch) wurde die Idee, einfach aus einer vordefinierten Stückliste auszuwählen, überflüssig, als die Automobilhersteller begannen, den Übergang von der Massenproduktion zur Massenanpassung in Betracht zu ziehen.

Das vernetzte Fahrzeug erfordert die vernetzte Supply Chain

Ob Internet der Dinge oder Industrie 4.0, die Grenze zwischen dem modernen Pkw oder Lkw und einem Hightech-Gerät verschwimmt immer mehr. Der Ford GT hat mehr Codezeilen als ein Boeing-Flugzeug (in Englisch). Es reicht nicht mehr aus, einfach große, zuverlässige und sichere Fahrzeuge zu bauen. Wenn der Markt eine neue Technologie verlangt, müssen OEMs und Zulieferer schnell Neuerungen einführen und zusammenarbeiten, um Schritt zu halten.

Der schnellste und effizienteste Weg, dies zu erreichen, ist die Zusammenarbeit mit Unternehmen, welche die Fähigkeiten und Ressourcen bereitstellen, die Sie selber nicht haben. In den letzten Monaten hat sich SEAT in Spanien (in Englisch) mit dem Telekommunikationsriesen Orange zusammengetan, um vernetzte Fahrzeuge zu entwickeln und zu vermarkten. Huawei, Bosch und Vodafone haben sich zusammengeschlossen, um Vehicle-2-Everything (V2X)-Tests (in Englisch) in Deutschland durchzuführen. Es sind nicht nur Technologie- und Telekommunikationsunternehmen, mit denen die Automobilhersteller zusammenarbeiten wollen. Industriekonsortien, Forschungseinrichtungen, Versicherungen werden in diese zunehmend erweiterte Wertschöpfungskette einbezogen.

Die Entwicklung von Connected- und Elektroautos bedingt auch das Wachstum von gänzlich neuen Teilen. Automobilhersteller müssen jetzt zusammenarbeiten und sich mit Zulieferern integrieren, um durch den Fluss von Kommunikation und Ideen zwischen OEM und Zulieferer konstante Innovation zu gewährleisten.

Dies hat Jörn Buss, Global Automotive Practice Partner beim Analystenhaus Oliver Wyman, veranlasst, die Idee des „Tier 0.5″-Lieferanten (in Englisch) vorzustellen. Diese Lieferanten arbeiten in langfristiger Partnerschaft mit ihren Kunden und teilen sich oft Umsatz- und Produktentwicklungsziele.

Dies unterstreicht IDC in seinem Report „How B2B Integration Drives Superior Supply Chain Performance“(in Englisch), in dem es heißt: „Der Fokus auf „preferred relationships“ hat im Laufe der Jahre zu einer deutlichen Verbesserung der Qualität von IT-Systemen geführt, und 66,7 Prozent der Automobilunternehmen tauschen Informationen gemeinsam und in Echtzeit mit ihren wichtigsten Handelspartnern aus“.

Diese enge Kommunikation und Zusammenarbeit erfordert ein hochsicheres, digitales Backbone. Die Öffnung von Geschäftsprozessen und Workflows für immer mehr unterschiedliche Partner – oftmals weltweit – bedeutet, dass jeder die benötigten Daten und Inhalte gemeinsam nutzen kann. Erhöhte Datentransparenz und -zugänglichkeit müssen mit wasserdichtem Datenschutz und Sicherheit einhergehen. Der IDC-Report fand heraus, dass die Sicherheit der Supply Chain den größten Einfluss auf die Geschäftsleistung eines Unternehmens hat (in Englisch).

Ein sicheres B2B-Netzwerk: Die Basis für eine effektive digitale Transformation der Supply Chain

Vor kurzem hat sich OpenText™ auch mit IDC zusammengetan, um den Reifegrad digitaler Transformationsinitiativen in der Automobilindustrie zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigten, dass fast ein Viertel der Automobilunternehmen das am weitesten entwickelte Niveau bei der Transformation ihres Geschäfts erreicht hat, verglichen mit einem Durchschnitt von neun Prozent in allen anderen Branchen.

Im Mittelpunkt der digitalen Transformation in der Supply Chain steht ein sicheres B2B-Netzwerk, welches das Unternehmen und ihre Handelspartner umfassen kann. Die Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen der Automobilbranche machen ein sicheres, privates B2B-Netzwerk zu einer attraktiven Option.

Um meinen Standpunkt zu verdeutlichen, möchte ich kurz auf das geistige Eigentum (IP) eingehen. Innerhalb der vernetzten Supply Chain werden Daten und Inhalte, die IP enthalten, ausgetauscht und zwischen mehreren Parteien geteilt. Das betrifft nicht nur Forschung & Entwicklung und Engineering, sondern auch die meisten anderen Abteilungen. Denken Sie nur an gemeinsame Marketingaktivitäten. Automobil-CIOs sind sich der Bedrohung bewusst, die Cyber-Angriffe für wichtige Unternehmens-IPs darstellen. Ein Report von Deloitte aus dem Jahr 2016 (in Englisch) zeigte, dass mehr als 63 Prozent der Automobilunternehmen in den nächsten zwölf Monaten mit wachsendem IP-Cyber-Diebstahl rechnen.

Wenn IP einen Wert von bis zu 80 Prozent des Unternehmenswerts (in Englisch) ausmachen kann, ist es wichtig, eine IT-Umgebung zu schaffen, in der IP vollständig geschützt bleibt. Hier hat ein sicheres, privates B2B-Netzwerk einen großen Vorteil. Sie erstellen dedizierte und vertrauenswürdige Verbindungen zwischen Ihnen und Ihren Partnern mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ohne Ihre Daten jemals über das Internet zugänglich zu machen. Es ist ein deutlich höherer Grad an Sicherheit und Schutz als bei der Nutzung des öffentlichen Internets.

Da OEMs mit Hunderten von Zulieferern und Partnern zusammenarbeiten und diese wiederum mit vielen weiteren Herstellern, bietet das private B2B-Netzwerk die notwendige, zertifikatsbasierte Authentifizierung. So können Sie sicherstellen, dass Sie ein modernes und zuverlässiges Identitätsmanagement für alle Ihre Handelspartner nutzen. Sicherer Zugriff und Zusammenarbeit sind gewährleistet, um ein leistungsstarkes Netzwerk für den Austausch wichtiger Geschäftsdokumente über alle Geschäftsprozesse hinweg zu ermöglichen, einschließlich der größten CAD- und PLM-Dateien.

Sicheres, privates B2B-Netzwerk: In-house oder Managed Network?

Ich arbeite im Marketing für OpenText (in Englisch) und unterstütze eines der führenden und angesehensten privaten B2B-Netzwerke der Automobilindustrie. Es ist also nicht überraschend, dass ich die Zusammenarbeit mit einem Dienstleister empfehlen kann. Da sich die vernetzte Automobil-Lieferkette immer schneller verändert, wird es auch immer schwieriger, die B2B-Netzwerkbedürfnisse intern abzudecken.

Jedes Unternehmen – Hersteller und Zulieferer – arbeitet mit immer mehr Partnern zusammen, die zunehmend über die ganze Welt verteilt sind. Während sich die Supply Chain verändert, bleiben einige Dinge gleich: Sie müssen in der Lage sein, neue Partner schnell zu identifizieren und an Bord zu nehmen. Sie müssen die regulatorischen und gesetzlichen Anforderungen in den Märkten, in denen Sie tätig sind, erfüllen. Sie benötigen eine leistungsstarke, sichere und kontinuierliche Kommunikation über Ihr gesamtes Netzwerk.

Nutzen Sie Services wie das OpenText ANX Network und profitieren Sie von einer hochsicheren und skalierbaren privaten Netzwerkinfrastruktur. Wir haben bereits seit mehr als 25 Jahren Erfahrung in der weltweiten Datenvernetzung für die Automobilindustrie.

Karen Bieniek

Karen ist Senior Product Marketing Manager für OpenText Business Network und leitet das Produktmarketing für Secure Connectivity, Product Lifecycle Management und Transaction Delivery/EDI-Lösungen in den Bereichen Automotive und Healthcare. Sie hat mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Leitung und Umsetzung globaler Marketingstrategien für Unternehmen aus den Bereichen Unternehmenssoftware, Automotive, Healthcare/Medical Device und anderen Branchen.

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